Keimbefall auf der Intensivstation: Das St. Marien Hospital in Lünen nimmt vorübergehend keine Notfälle auf. Alle Infos zu Maßnahmen und Dauer hier.
Wenn ihr aus Lünen kommt oder in der Nähe wohnt, solltet ihr das wissen: Das St. Marien Hospital in Lünen im Kreis Unna nimmt gerade keine Notfallpatienten auf. Der Grund dafür ist ein Keimbefall auf der Intensivstation. Rettungswagen fahren das Krankenhaus deswegen aktuell nicht an.
Laut Angaben des Krankenhauses ist der Keim für gesunde Menschen grundsätzlich nicht gefährlich. Trotzdem braucht es jetzt besondere Vorsicht, vor allem um immungeschwächte Patienten zu schützen. Der Keim ist nämlich gegen die meisten Antibiotika resistent, deswegen wird hier nichts dem Zufall überlassen.
Insgesamt sind sechs Patienten betroffen. Bei zwei von ihnen liegt tatsächlich eine Infektion vor, bei den anderen vier spricht man von einer sogenannten Besiedelung – der Keim ist also vorhanden, hat aber noch keine Infektion ausgelöst.
Die Abmeldung von der Leitstelle gilt vorerst bis zum kommenden Montag. Bis dahin werden Notfälle einfach in umliegende Krankenhäuser umgeleitet, damit niemand ohne Hilfe dasteht. Parallel dazu laufen im St. Marien Hospital jede Menge Vorsichtsmaßnahmen: Alle Patienten auf der Intensivstation werden untersucht, die Hygiene- und Reinigungsmaßnahmen werden hochgefahren und auch das Personal bekommt zusätzliche Hygiene-Schulungen.
Wie Ruhrnachrichten berichtet, ist die Nachricht rund um den Keimbefall im St. Marien-Hospital nur eine von mehreren Schlagzeilen, die die Stadt Lünen und den Kreis Unna aktuell beschäftigen. Von der Lüner Innenstadt bis zu Verkehrsthemen im Kreis – es ist einiges los in der Region.
Falls ihr in Lünen oder Umgebung wohnt und einen Notfall habt: Verlasst euch nicht automatisch darauf, dass das St. Marien Hospital anfährt. Rettungswagen steuern aktuell andere Krankenhäuser in der Umgebung an. Am besten einfach im Ernstfall den Rettungsdienst rufen – die wissen, wohin es gerade geht.
Sobald sich an der Situation etwas ändert, halten wir euch natürlich auf dem Laufenden. Bis dahin heißt es: Ruhe bewahren, die Maßnahmen wirken und das Krankenhaus kümmert sich intensiv darum, dass bald wieder alles normal läuft.
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