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Holger Klotzbach: Gründer der Bar jeder Vernunft ist tot
24. Januar 2026

Holger Klotzbach, Gründer der Bar jeder Vernunft, ist verstorben. Ein Rückblick auf sein Wirken für Berlin und NRW.

Eine Woche vor seinem 80. Geburtstag ist der Kabarettist, Theatergründer und Direktor Holger Klotzbach verstorben. Sein Tod wurde vom Tipi am Kanzleramt in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Klotzbach prägte die Berliner Kulturszene maßgeblich.

Worum es geht

Holger Klotzbach war eine prägende Figur des Berliner Kulturlebens. Neben seiner Tätigkeit als Kabarettist engagierte er sich vor allem als Gründer und Leiter wichtiger Veranstaltungsorte in der Hauptstadt.

Die wichtigsten Fakten

Klotzbach wurde in Duisburg geboren und studierte zunächst auf Lehramt. Nach dem sogenannten „Radikalenerlass“, der ihn als „verfassungsfeindlich“ einstufte, musste er sich beruflich neu orientieren. Dies bezeichnete er selbst als großes Glück, da dies seinen Weg in die freie Kulturszene ebnete. Er beteiligte sich unter anderem an der Gründung des Zirkus Roncalli, des Schwarzen Cafés und des Tempodroms in Berlin.

Hintergrund: Stationen einer Kult-Karriere

In den 1980er Jahren war Klotzbach Mitglied des Kabaretts Die 3 Tornados. Ab den 1990er Jahren verlagerte er seinen Schwerpunkt auf die Arbeit im Hintergrund: Gemeinsam mit Lutz Deisinger gründete er 1992 die Bar jeder Vernunft, zehn Jahre später folgte das Tipi am Kanzleramt. Sein Anspruch war, Orte zu schaffen, an denen sich Künstler rundum wohlfühlen. Die kleine Bühne in Charlottenburg entwickelte sich schnell zum Sprungbrett für zahlreiche Talente – darunter Georgette Dee, Tim Fischer, Cora Frost, die Geschwister Pfister, Malediva und Gayle Tufts.

Einordnung für NRW

Auch für Nordrhein-Westfalen ist Klotzbachs Werdegang interessant: Als gebürtiger Duisburger zeigt sein Lebensweg, dass kulturelles Engagement aus NRW bundesweit Strahlkraft entwickeln kann. Seine Biografie unterstreicht die Bedeutung von Offenheit und Eigeninitiative innerhalb der Kulturszene.

Ausblick

Das Tipi am Kanzleramt nimmt am Wochenende Paul Linckes Operette „Frau Luna“ wieder auf. Die Vorstellung wird vom Tod Holger Klotzbachs überschattet, dürfte aber ganz im Sinne seiner Vision von lebendiger Bühnenkunst stattfinden.

Quellen

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