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Pflegeheim-Kosten in NRW steigen 2026 auf 3.582 Euro Eigenanteil
21. Februar 2026

Pflegeheime in NRW werden teurer: 2026 steigt der Eigenanteil auf 3.582 Euro pro Monat. Alle Fakten und Hintergründe im Überblick.

Die Belastung für Pflegebedürftige in Nordrhein-Westfalen nimmt weiter zu: Im Jahr 2026 beträgt der monatliche Eigenanteil für ein Pflegeheim im ersten Aufenthaltsjahr im Schnitt 3.582 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 270 Euro bzw. acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Haupttreiber dieser Entwicklung sind die weiter steigenden Personalkosten in der Pflege.

Worum es geht

Pflegebedürftige in NRW müssen zum 1. Januar 2026 erneut mehr für die Unterbringung im Pflegeheim zahlen. Die neueste Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) zeigt einen deutlichen Anstieg, den Betroffene aus eigener Tasche zahlen müssen (vdek).

Die wichtigsten Fakten zu den Eigenanteilen

Im ersten Jahr des Heimaufenthalts zahlen Pflegebedürftige im Schnitt 3.582 Euro monatlich. Davon entfallen 1.629 Euro auf pflegerische Kosten (inklusive Ausbildungskosten), 1.307 Euro auf Unterkunft und Verpflegung sowie ein fixer Anteil an Investitionskosten. Steigende Personalkosten gelten als Hauptgrund für den erneuten Anstieg. Die Kosten belasten die Pflegebedürftigen weiterhin stark, da Lohnerhöhungen für Personal nicht vollständig von anderer Seite abgefedert werden.

Hintergrund zu den Kostenstrukturen

Die Eigenbeteiligung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) für pflegerische Leistungen, den Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie den Investitionskosten für Gebäudeinstandhaltung. Seit 2022 beteiligt sich die Pflegekasse mit einem nach Aufenthaltsdauer gestaffelten Zuschuss an den pflegerischen Kosten. Dieser Zuschuss wurde 2024 angehoben und beträgt im ersten Jahr 15 Prozent, im zweiten 30 Prozent, im dritten 50 Prozent und ab dem vierten Jahr 75 Prozent. Trotz dieser staatlichen Unterstützung steigen die Eigenanteile weiter.

Einordnung für NRW

NRW liegt mit der aktuellen Steigerungsrate unter dem bundesweiten Durchschnitt. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern werden laut vdek kleiner, da die Tarifbindung in vielen Regionen gesetzlich gestärkt wurde. In NRW ist traditionell eine hohe Tarifbindung gegeben. Den Betroffenen bringt das aber aktuell wenig Entlastung, da Investitions- und Ausbildungskosten weiterhin wesentlich von den Bewohnerinnen und Bewohnern getragen werden – obwohl diese Kosten eigentlich in die Verantwortung des Landes NRW fallen.

Ausblick und politische Forderungen

Würde das Land NRW die Investitions- und Ausbildungskosten übernehmen, könnten Pflegebedürftige laut vdek monatlich um 819 Euro entlastet werden (646 Euro für Investitionen und 173 Euro für Ausbildungskosten, in Summe 9.828 Euro jährlich). Der Verband fordert deshalb nachhaltigere und strukturelle Lösungen, damit steigende Pflegekosten künftig nicht mehr allein zulasten der Pflegebedürftigen gehen. Die bisher gewährten Zuschüsse reichen nicht aus, um den Kostenanstieg zu stoppen.

Quellen

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