Apothekenschließungen am 23. März 2026: Aktuelle Infos zu Streik, Notdienst und Hintergründen.
Heute, am 23. März 2026, bleiben die meisten Apotheken in Deutschland geschlossen. Dies ist Teil eines bundesweiten Protestes der Apotheken für bessere Vergütung und eine gesicherte Arzneimittelversorgung. Nur rund 1.100 Notdienstapotheken haben geöffnet, sodass Patientinnen und Patienten längere Wege in Kauf nehmen müssen, wenn sie dringend Medikamente benötigen. Apotheken Umschau.
Die Apotheken fordern eine Erhöhung ihres Honorars, das seit über zehn Jahren nicht angepasst wurde. In der aktuellen Apothekenreform der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ist eine solche Anpassung bislang nicht vorgesehen. Die ABDA als Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände kritisiert die Untätigkeit der Politik und ruft zur Schließung am heutigen Tag auf. Zeitgleich finden Demonstrationen unter anderem in Berlin, Hannover, Düsseldorf und München statt.
Rund 16.600 Apotheken gibt es aktuell noch bundesweit – ein deutlicher Rückgang gegenüber fast 21.000 im Jahr 2013. Am heutigen Protesttag sind nur Notdienstapotheken geöffnet. Die Standorte dieser Apotheken finden Sie über den Apotheken-Notdienstfinder.
Steigende wirtschaftliche Belastungen und lang ausbleibende Honorarerhöhungen haben die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken verschärft. Bereits in den letzten Jahren gab es bundesweite Protestaktionen, bei denen der Großteil der Apotheken die Arbeit niederlegte. ABDA-Präsident Thomas Preis betont: „Die Politik muss jetzt zu Ihrer Zusage stehen. Sonst wird die gefährliche Schließungswelle der Apotheken ungebremst weitergehen.“ Apotheken Umschau.
Auch in NRW sind Apotheken heute fast vollständig geschlossen, abgesehen von den Notdienstapotheken. Wer dringend Arzneimittel benötigt, sollte sich im Vorfeld informieren, welche Notfallapotheken geöffnet haben. Patientinnen und Patienten müssen sich auf weitere Wege einstellen – dies betrifft insbesondere ländliche Regionen und kleine Städte.
Ob die Schließungswelle gestoppt wird, hängt nun maßgeblich vom weiteren politischen Handeln ab. Die Apothekerschaft bleibt bei ihrer Forderung: Ohne angemessene Vergütung und politische Unterstützung ist die wohnortnahe Versorgung gefährdet.
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