Polizei und Staatsanwaltschaft Mönchengladbach nehmen mehrere Verdächtige fest.
In einer groß angelegten Aktion haben die Polizei Mönchengladbach und die Staatsanwaltschaft am frühen Donnerstagmorgen, dem 11. Juni, in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen Durchsuchungen durchgeführt und Festnahmen vorgenommen. Betroffen waren die Städte Köln, Neuss, Dormagen, Aachen und Viersen.
Nach intensiven Ermittlungen über einen Zeitraum von rund neun Monaten wurde ein international tätiges Betrugsnetzwerk aufgedeckt, das sich auf ältere Menschen spezialisiert hatte. Die Verdächtigen gaben sich als Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter aus und täuschten den Opfern vor, ihre Vermögenswerte in Sicherheit bringen zu müssen.
Insgesamt wurden 24 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Bei diesen Maßnahmen wurden verschiedene Beweismittel sichergestellt, darunter Waffen, eine größere Menge Bargeld sowie Betäubungsmittel und elektronisches Equipment. Sechs Personen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren wurden festgenommen und wegen Betrugsverdachts in Polizeigewahrsam genommen.
Die Ermittler gehen davon aus, dass ein erheblicher Teil der ergaunerten Gelder ins Ausland transferiert wurde. Die festgenommenen Verdächtigen sollen noch am gleichen Tag einem Haftrichter vorgeführt werden. Während der Einsatzmaßnahmen waren rund 300 Polizisten, einschließlich Spezialeinheiten, beteiligt.
Ein Verdächtiger wurde während des Zugriffs leicht verletzt.
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