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Ein Denkmal für die Mottoqueen: Köln ehrt Marie-Luise Nikuta
26. Juli 2026

Köln ehrt die Karnevalslegende Marie-Luise Nikuta: Der Verein „Levve un levve losse

Köln plant ein Denkmal für eine echte Legende

Sie hat dem Kölner Karneval unzählige Lieder geschenkt, stand immer für Toleranz und Lebensfreude – und ist bis heute eine Ikone: Marie-Luise Nikuta, liebevoll die „Mottoqueen“ genannt. In diesem Jahr hätte sie ihren 88. Geburtstag gefeiert. Und genau das nimmt der Verein „Levve un levve losse“ zum Anlass, um etwas Besonderes auf den Weg zu bringen: Ein Denkmal für eine Frau, die Köln wie kaum eine andere geprägt hat.1

Ideenwettbewerb mit 5.000 Euro Preisgeld

Ab sofort läuft ein offener Ideenwettbewerb, zu dem Kreative aus ganz Deutschland eingeladen sind. Gesucht werden Konzepte für ein Denkmal, eine Skulptur, eine Boden- oder Platzgestaltung – oder auch ein integriertes Gesamtkonzept. Das Gesamtpreisgeld beträgt 5.000 Euro, aufgeteilt in drei Preise: 2.500, 1.500 und 1.000 Euro. Einsendeschluss ist der 11. November 2026.1

Vereinspräsident André Schulze Isfort erklärt, worauf es bei den Einsendungen ankommt: „Wir suchen Konzepte, die den Erinnerungsort am Rudolfplatz zwischen den Gleisen der KVB-Linien 1 und 7 und in unmittelbarer Nähe zur Schaafenstraße, dem Zentrum der queeren Community in Köln, lebendig machen.“1 Der Standort ist dabei kein Zufall – Marie-Luise Nikuta engagierte sich für die queere Community, lange bevor das selbstverständlich war.

„Levve un levve losse“ – mehr als nur ein Motto

Das Lebensmotto der Sängerin soll im künftigen Denkmal als verbindende Botschaft erkennbar aufgegriffen werden. Schulze Isfort betont: „Das war nicht nur ihr Lebensmotto, sondern auch Titel eines ihrer bekanntesten Lieder und zugleich die kölsche Fassung der Goldenen Regel, die alle Kulturen und Weltreligionen verbindet.“1 Kurz gesagt: Leben und leben lassen – eine Botschaft, die heute relevanter denn je ist.

Marie-Luise Nikuta prägte über Jahrzehnte als „Mottoqueen“, Sängerin und Komponistin den Kölner Karneval. Dabei stand sie immer für Toleranz und Integration – Werte, die sie auch persönlich vorgelebt hat. 2020 ist sie verstorben, doch ihre Botschaft lebt weiter.1

Eine Jury mit kölscher Herz

Über die Vergabe der Preise entscheidet eine mehrköpfige Jury. Mit dabei ist unter anderem Andrea Nikuta-Meerloo, die Tochter von Marie-Luise Nikuta und Ehrenpräsidentin des Vereins. Außerdem werden Persönlichkeiten der Kölner Stadtgesellschaft aus Bereichen wie Kirche, Karneval und der queeren Community Teil der Jury sein.1 Da kann man sicher sein, dass die Entscheidung mit echtem kölschen Herz getroffen wird.

Der große Plan dahinter

Der Wettbewerb ist erst der Anfang. Auf Basis des Siegerkonzepts möchte der Verein in Abstimmung mit der Stadt Köln einen dauerhaften Erinnerungsort errichten. Die geschätzten Realisierungskosten liegen im sechsstelligen Bereich und sollen über Spenden und Förderpatenschaften aufgebracht werden. Interessierte Unternehmen und Privatpersonen können das Projekt schon jetzt unterstützen.1

Schulze Isfort bringt es auf den Punkt: „Marie-Luise hat ihr Leben lang Menschen zusammengebracht. Ein Denkmal an diesem besonderen Ort ist die schönste Art, ihre Botschaft lebendig zu halten – mitten in Köln, für alle sichtbar.“1 Wir finden: Das klingt nach einem Projekt, das Köln wirklich braucht. Euer Sternzeichen verrät es vielleicht nicht – aber euer Herz weiß, dass echte Legenden unvergessen bleiben sollten.

Quellen

  1. Ein Denkmal für die „Mottoqueen“ – WA.de


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