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Handy am Beckenrand? Bademeister in NRW schlagen Alarm
5. Juli 2026

Handy am Beckenrand? Warum Bademeister in NRW Eltern eindringlich warnen. Jetzt alle Fakten und Regeln zur Sicherheit für Kinder!

Mit Beginn des Sommers zieht es Familien in NRW wieder vermehrt ins Freibad. Doch der dauernde Blick der Eltern aufs Handy am Beckenrand wird zunehmend zur tödlichen Gefahr für Kinder: Ertrinken geht schnell und meist lautlos. Bademeister appellieren deshalb nachdrücklich an alle Erziehungspersonen.

Worum es geht

Immer häufiger beobachten Bademeister, dass Eltern ihre Kinder im Schwimmbad nicht ausreichend beaufsichtigen, weil sie am Handy beschäftigt sind. Das kann gravierende Folgen haben. In Kölns größtem Freibad mussten an einem Wochenende regelmäßig 10 bis 15 Kinder ohne erkennbare Aufsichtsperson aufgegriffen werden – oft sogar direkt im Wasser.

Die wichtigsten Fakten

Laut Bundesverband Deutscher Schwimmmeister (BDS) ist ein Freibad keine Betreuungseinrichtung. Die Aufsichtspflicht liegt auch bei Anwesenheit von Bademeistern stets bei den Eltern. Wer diese Pflicht grob verletzt und so eine Gefahr heraufbeschwört, riskiert einen Verweis aus dem Bad – so etwa in Duisburg oder Hamburg (Quelle). Besonders tragisch: Kinder können innerhalb von nur 20 Sekunden lautlos ertrinken.

Praktische Regeln für Eltern

Kampagnen und Aufklärungsmaterial geben Tipps für mehr Sicherheit: Kinder immer im Blick behalten, in Griffweite bleiben, das Handy am Beckenrand komplett weglegen, Schwimmhilfen nicht überschätzen und vor dem Baden klare Absprachen treffen (WDR). Wer eine Pause braucht, sollte sich unbedingt mit anderen Aufsichtspersonen absprechen. Die Verantwortung darf nicht auf ältere Geschwister übertragen werden (KölnBäder).

Hintergrund und Einordnung

Viele Eltern unterschätzen die Anziehungskraft, die Wasser auf Kinder ausübt. Die DLRG betont, dass Kinder risikoreicher, ahnungsloser und unbekümmerter handeln als Erwachsene. Selbst im flachen Wasser kann es schnell zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Aktive und konsequente Aufsicht bleibt daher unerlässlich.

Einordnung für NRW

Gerade in NRW, wo Freibäder zum Sommeralltag gehören, ist das Thema brandaktuell. Städte wie Köln, Essen und Duisburg gehen mit Infokampagnen, Bannern und Maskottchen gezielt gegen Nachlässigkeit vor (news.de). Eltern werden an ihre Vorbildfunktion erinnert: Nur wer selbst aufmerksam bleibt, kann sein Kind schützen.

Ausblick: Mehr Eigenverantwortung und Aufklärung

Ein generelles Handyverbot, wie es manche fordern, sieht der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister nicht als Lösung. Vielmehr setze man weiterhin auf Eigenverantwortung und gezielte Aufklärung – unterstützt durch Informationsmaterial, Aktionen und deutliche Hinweise in den Bädern (zeit.de).

Quellen

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