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Mönchengladbach: Zahl der Insolvenzverfahren rückläufig
5. Juli 2026

Zahl der Insolvenzverfahren in Mönchengladbach 2025 rückläufig – Einzigartige Entwicklung im NRW-Vergleich.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Mönchengladbach sticht im NRW-Vergleich hervor: Während landesweit die Zahl der Insolvenzverfahren deutlich steigt, verzeichnet die Stadt einen Rückgang. Die aktuelle Insolvenzstatistik zeigt, dass Mönchengladbach damit einen Sonderweg in herausfordernden Zeiten geht.

Worum es geht

Im Jahr 2025 wurden in Mönchengladbach 583 Insolvenzverfahren registriert. Das entspricht einem Rückgang von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (630 Verfahren). Im Gegensatz dazu stiegen die Insolvenzverfahren landesweit in Nordrhein-Westfalen im selben Zeitraum um 13,6 Prozent, wie die Insolvenzstatistik von IT-NRW belegt (Extra-Tipp).

Die wichtigsten Fakten

  • Unternehmensinsolvenzen sanken um 8,0 Prozent auf 104 Fälle.
  • Verbraucherinsolvenzen gingen um 9,0 Prozent auf 364 Fälle zurück.
  • Die Zahl der eröffneten Verfahren insgesamt fiel um 7,8 Prozent auf 540.

Dieser Rückgang erstreckt sich über sämtliche Verfahrensarten und verdeutlicht die breite Stabilität des Wirtschaftsstandorts.

Hintergrund der Entwicklung

Im bundesweiten Vergleich ist die Lage angespannt: Creditreform und Destatis meldeten für 2025 rund 23.900 Unternehmensinsolvenzen, ein Plus von 8 bis 10 Prozent und den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Die Ursachen für den bundesweiten Anstieg gelten als bekannt – darunter das Auslaufen der Corona-Hilfen, gestiegene Zinsen und anhaltende Rezessionen.

Einordnung für NRW

NRW trifft es im Ländervergleich besonders hart. 2024 zählte man dort schon 5.640 Unternehmensinsolvenzen (+23,4 %), und der Negativtrend setzte sich 2025 fort. Mönchengladbach bildet dabei eine Ausnahme: Im Regierungsbezirk Düsseldorf ist die Stadt die einzige Großstadt mit einem Rückgang der Insolvenzverfahren.

Strukturelle Stärken und Ausblick

Mönchengladbach hat sich von einer traditionellen Textilhochburg zu einem breit aufgestellten Wirtschaftsstandort entwickelt. Branchen wie Logistik, Maschinenbau, Gesundheitswirtschaft und moderne Dienstleistungen tragen das Wachstum und erweisen sich als krisenresilient. Im bundesweiten Dynamikranking erreichte Mönchengladbach Platz 27 von 401 Regionen. Die Stadt setzt weiterhin auf stabile Rahmenbedingungen, wie den seit 2016 konstanten Gewerbesteuerhebesatz von 490 Prozent und gezielte Infrastrukturprojekte.

Quellen

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