Drei Männer brachen in ein Essener Tabakgeschäft ein – die Polizei schnappte das Trio in nur vier Minuten.
Was wie eine Szene aus einem Krimi klingt, spielte sich in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli in Essen-Steele wirklich ab: Drei Männer brachen in ein Tabakgeschäft auf der Hansastraße ein – und wurden dabei auf frischer Tat ertappt. Das Besondere: Die Polizei brauchte gerade mal vier Minuten, um das Trio zu stellen.1
Gegen 3:20 Uhr nachts wurde eine aufmerksame Anwohnerin durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Sie schaute nach draußen und sah, was sie nicht glauben konnte: Mehrere Männer hatten mit einem Gullideckel die Eingangstür des Tabakgeschäfts eingeschlagen und räumten nun die Waren in einen Beutel.1
Sofort wählte sie den Notruf – eine richtig gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Die drei Männer (34, 37 und 47 Jahre alt) flüchteten anschließend in einem weißen Kombi vom Tatort. Doch weit kamen sie nicht.1
Nur vier Minuten nach Eingang des Notrufs stoppte eine Streifenwagenbesatzung den flüchtenden Mercedes Kombi an der Einmündung Steeler Straße / Paßstraße – das Fahrzeug kam den Beamten dabei sogar direkt entgegen. Alle drei Insassen wurden vorläufig festgenommen.1
Im Kofferraum fanden die Polizisten einen Bettbezug, prall gefüllt mit Tabakwaren. In den Taschen der Festgenommenen stießen sie außerdem auf ein Messer und ein Pfefferspray. Insgesamt stellten die Beamten sicher:1
Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei Essener mit deutscher Staatsangehörigkeit im Alter von 34 und 37 Jahren sowie einen 47-jährigen Mann mit ungeklärter Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Gegen alle drei wird nun wegen schweren Bandendiebstahls ermittelt.1
Für den 47-Jährigen hatte die Nacht noch ein zusätzliches Nachspiel: Er wurde mit einem bestehenden Haftbefehl gesucht und kam nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen direkt in die JVA. Ermittler der Kriminalpolizei sicherten noch in der Nacht die Spuren am Tatort und befragten Zeugen – die Ermittlungen dauern weiter an.1
Ohne den mutigen Anruf der Anwohnerin wäre das Trio wohl entkommen. Ihr schnelles Handeln – Notruf wählen, die Situation beobachten und die Polizei mit Infos versorgen – hat die Festnahme erst möglich gemacht. Das zeigt mal wieder: Wenn ihr nachts etwas Verdächtiges bemerkt, zögert nicht und ruft die 110 an. Im Zweifel lieber einmal mehr als einmal zu wenig.1
Die Polizei Essen ermittelt weiter – und dieser Fall ist ein echtes Paradebeispiel dafür, wie wichtig aufmerksame Nachbarn und schnelle Einsatzkräfte zusammenspielen können.
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