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Pizzabestellung rettet junge Frau: Gelsenkirchenerin ruft Polizei per Trick
23. Juli 2026

Eine Gelsenkirchenerin bestellte beim Polizeinotruf eine Pizza – und rettete sich damit aus einer Gefahrensituation im Taxi.

Eine Pizza, bitte – und Hilfe!

Was klingt wie eine schräge Verwechslung, war in Wirklichkeit ein cleverer Hilferuf: Eine 18-jährige Gelsenkirchenerin hat in einer bedrohlichen Situation die Polizei verständigt – indem sie beim Notruf einfach eine Pizza bestellte. Und das Beste: Die Beamtin am anderen Ende der Leitung hat den Trick sofort verstanden.1

Was genau ist passiert?

Es war früher Samstagmorgen, der 18. Juli 2026, gegen 4.40 Uhr. Die junge Frau saß in einem Taxi, das sie von Bochum zu ihrer Wohnanschrift in Gelsenkirchen fahren sollte. Während der Fahrt bestellte sie – scheinbar völlig absurd – eine Pizza beim Notruf der Polizei. Was niemand im Fahrzeug wusste: Sie konnte nicht frei sprechen, denn der 35-jährige Fahrer aus Düsseldorf saß direkt neben ihr.1

Die Beamtin in der Leitstelle erkannte sofort, dass hier etwas nicht stimmte, und schickte umgehend einen Streifenwagen nach Buer. Vor Ort stellte sich heraus: Der Taxifahrer hatte die 18-Jährige während der Fahrt sexuell belästigt und sie dabei angefasst. Den 35-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren.1

Genau dafür ist der Trick gedacht

Die sogenannte „Pizza-Bestellung“ ist kein Zufall – sie ist eines von mehreren bekannten Hilfssignalen, auf die Polizeibeamtinnen und -beamte gezielt sensibilisiert sind. Wer sich in einer Gefahrensituation befindet und nicht offen sprechen kann, hat mehrere Möglichkeiten:1

  • Die vermeintliche Pizza-Bestellung beim Notruf
  • Die Frage „Wo ist Luisa?“ – ein ebenfalls bekanntes Hilfssignal
  • Das internationale Handzeichen für einen stillen Hilferuf: Handfläche zeigen, Daumen einklappen und mit den restlichen Fingern umschließen
  • Scheinbar widersprüchliche oder unpassende Aussagen, die Aufmerksamkeit wecken

Entscheidend ist laut Polizei nicht, dass Betroffene einen bestimmten Satz oder ein festgelegtes Zeichen kennen. Auch abstrakte oder verwirrend wirkende Aussagen können die Einsatzkräfte auf eine Bedrohungslage aufmerksam machen.1

So verhältst du dich im Notfall richtig

Die Polizei Gelsenkirchen gibt klare Tipps, was im Ernstfall zu tun ist:1

  1. Ruf die 110 an – auch wenn du nicht frei sprechen kannst.
  2. Sprich offen, wenn es sicher möglich ist.
  3. Kannst du nicht frei sprechen, nutze stille Hilfssignale oder ungewöhnliche Aussagen.
  4. Achte darauf, dass deine Formulierungen unauffällig klingen, damit die bedrohende Person keinen Verdacht schöpft.
  5. Beantworte die Fragen der Beamtinnen und Beamten, soweit möglich – und bleib unbedingt in der Leitung!

Wer von außen eine verdächtige Situation beobachtet und den Eindruck hat, dass jemand in Gefahr ist, sollte ebenfalls nicht zögern und sofort die Polizei rufen.1

Respekt für die Schlagfertigkeit!

Der Fall aus Gelsenkirchen zeigt, wie wichtig es ist, solche Hilfssignale zu kennen – und wie gut ausgebildet die Beamtinnen und Beamten sind, um diese zu erkennen. Die 18-Jährige hat in einer extrem stressigen Situation blitzschnell reagiert. Und die Beamtin am Telefon hat ihr Leben vielleicht gerade dadurch deutlich sicherer gemacht, dass sie nicht einfach aufgelegt hat. Krass und gleichzeitig so wichtig, das zu wissen!1

Quellen

  1. POL-GE: Pizzabestellung führt zu Polizeieinsatz – Presseportal


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