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Schockanrufe im Kreis Borken: So schützt du deine Familie vor Betrügern
24. Juli 2026

Im Kreis Borken häufen sich Schockanrufe – rund 20 Fälle in wenigen Tagen. Hier erfährst du, wie die Betrugsmasche funktioniert und wie du deine Familie…

Betrugsmasche auf dem Vormarsch

Alarm im Kreis Borken: In den vergangenen Tagen häufen sich sogenannte Schockanrufe – und zwar massiv. Rund 20 Fälle wurden allein in kurzer Zeit bei der Polizei gemeldet.1 Die Täter geben sich am Telefon als Polizeibeamte oder Ärzte aus und setzen ihre Opfer gezielt unter Druck. Was dahintersteckt, wie die Masche funktioniert und was du jetzt tun kannst – hier kommt der Überblick.

So läuft die Betrugsmasche ab

Die Betrüger sind psychologisch ausgeklügelt und nutzen gezielt Emotionen, um ihre Opfer zu überrumpeln. Zwei typische Szenarien tauchen dabei immer wieder auf:1

  • Die Arzt-Masche: Angebliche Ärzte behaupten, eine nahe Angehörige oder ein naher Angehöriger sei schwer krank – zum Beispiel an Krebs erkrankt – und brauche dringend ein teures Medikament. Die Kosten soll das Opfer übernehmen. Im Kreis Borken fiel eine Seniorin genau darauf herein und übergab einer unbekannten Frau, die bei ihr zu Hause auftauchte, hochwertigen Schmuck.
  • Die Polizei-Masche: Falsche Polizeibeamte melden sich und behaupten, ein Sohn, eine Tochter oder ein Enkelkind habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Jetzt müsse eine „Kaution“ gezahlt werden – sofort.

Was beide Maschen gemeinsam haben: Sie arbeiten mit Zeitdruck, Angst und emotionaler Ausnahmesituation. Das Ziel ist, dass Betroffene nicht in Ruhe nachdenken können.1

Die Polizei appelliert – auch an dich!

Die Kreispolizeibehörde Borken macht deutlich: Der Kampf gegen diese Betrugsversuche ist eine Daueraufgabe. Und dabei sind nicht nur die direkt Betroffenen gefragt, sondern auch deren Angehörige. Denn ältere Menschen stehen besonders im Visier der Täter.1

Der klare Appell der Polizei: „Sprechen Sie mit Ihren Eltern, Großeltern und anderen älteren Familienmitgliedern. Sensibilisieren Sie sie für mögliche Schockanrufe.“1 Also: Redet mit eurer Familie – je öfter, desto besser.

Diese Tipps können Leben retten

Die Polizei gibt ganz konkrete Empfehlungen, die ihr direkt umsetzen könnt:1

  1. Familienpasswort vereinbaren: Legt gemeinsam ein geheimes Codewort fest. So lässt sich im Ernstfall schnell prüfen, ob der Anrufer wirklich derjenige ist, der er vorgibt zu sein.
  2. Den Satz einüben: „Ich beende jetzt das Gespräch und rufe zurück.“ – Diesen Satz kann man gemeinsam laut üben, damit er im Ernstfall automatisch kommt und die Drucksituation durchbricht.
  3. Zettel neben das Telefon legen: Schreibt eine Vertrauensperson mit Namen und Nummer auf einen Zettel und legt ihn direkt neben das Telefon. So hat man im Stress sofort eine bekannte Anlaufstelle.
  4. Keine Scham: Macht euren Liebsten klar, dass sie sich bei einem solchen Anruf absolut nicht schämen müssen. Die Täter sind Profis – und es kann jede und jeden treffen.

Bitte teilen und weitersagen!

Diese Infos sind zu wichtig, um sie für sich zu behalten. Schickt diesen Beitrag an eure Eltern, Großeltern oder andere ältere Menschen in eurem Umfeld – eine kurze Nachricht kann im Zweifel großen Schaden verhindern. Und wenn ihr selbst oder jemand in eurem Umfeld Opfer eines solchen Anrufs geworden ist: Sofort die Polizei verständigen! Die Kreispolizeibehörde Borken ist unter der Nummer 02861-900-2222 erreichbar.1

Quellen

  1. POL-BOR: Kreis Borken – Vielzahl von Schockanrufen – Polizei appelliert auch an Angehörige


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