Die Kölner Oper erstrahlt nach ihrer Sanierung in neuem Glanz. Stadtkonservator Thomas Werner erklärt, warum das Ergebnis emotional bewegt und was das…
Köln hat sein kulturelles Herzstück zurück! Die Kölner Oper hat nach ihrer aufwendigen Sanierung wieder geöffnet – und wer drin war, weiß: Es fühlt sich einfach richtig an. Stadtkonservator Thomas Werner, seit 2012 Kölns oberster Denkmalschützer, ist begeistert. Im Gespräch mit der Kölnischen Rundschau schwärmt er von dem, was die Sanierung aus dem Gebäude gemacht hat – und warum dieses Haus so viel mehr ist als alte Backstage-Romantik.1
Klar, wir kennen alle die Oper in Sydney oder die Elbphilharmonie in Hamburg – spektakuläre Bauten, die sofort Wow-Momente auslösen. Aber die Kölner Oper hat eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Laut Thomas Werner ist sie der erste große Opernbau in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg – städtebaulich eine echte „Herzkammer“ für Köln.1
Das Gebäude steht nicht einfach da und sieht schick aus. Es ist ein Zeitdokument, ein Zeugnis der 50er-Jahre-Aufbruchsstimmung, als Köln eine richtige Hochzeit des Wiederaufbaus erlebte. Werner bringt es auf den Punkt: In 50 Jahren wird auch die Elbphilharmonie ein Zeitdokument sein – jedes Denkmal hat seinen eigenen Platz in der Geschichte.1
Jetzt wird’s spannend – denn bei der Sanierung ging es nicht einfach darum, ein paar Wände neu zu streichen. Viel mehr wurde hier denkmalgerecht restauriert, was über Jahrzehnte verloren gegangen war. Werner spricht begeistert von der wiederhergestellten Farbwahl und dem Zusammenspiel der Materialien. Und dann ist da noch der vierte Baustoff – das Licht. Ja, Licht als Baustoff. Das klingt erst mal poetisch, macht aber absolut Sinn, wenn man das Ergebnis sieht.1
Werner sagt dazu: „Nicht jeder wird bewusst wahrnehmen, was neu ist, aber emotional werden die Menschen es spüren.“ Viele werden einfach sagen: „Mir gefällt das“ oder „Ich bin begeistert von dem Farbrausch“ – und genau das ist der große Gewinn dieser Sanierung.1
Wenn ihr das nächste Mal in der Kölner Oper seid, stellt euch mal ins Oberfoyer. Das ist nämlich der absolute Lieblingsort des Stadtkonservators – und wenn man seinen Beschreibungen lauscht, versteht man auch warum. Dort fließt das Foyer über große Fensterflächen nach außen, holt den Außenraum ins Innere. Man sieht den Verkehr und die Menschen über den Platz. Licht, Farbe, Materialien und Raumwirkung kommen dort zusammen zu einem ganz besonderen, atmosphärischen Erlebnis.1
Was das Kölner Opernhaus zusätzlich besonders macht: Es verfolgt ein demokratisches Konzept. Kein Unterschied im Foyer- und Zuschauerbereich, plus eine Kinderoper und ein Kleines Haus – das macht es zu einem echten Theater- für alle, nicht nur für die klassische Opern-Elite. Das ist doch mal ein Statement!1
Werner macht keinen Hehl daraus, was ihm das alles bedeutet: Die Oper ist für ihn das wichtigste Projekt seiner gesamten Amtszeit als Stadtkonservator. Und er hat immer daran geglaubt, dass es fertig wird. Diese Überzeugung merkt man ihm auch heute noch an – und ehrlich gesagt steckt das ein bisschen an.1
Also, Köln: Haut rein, schaut euch das sanierte Opernhaus an und lasst den Farbrausch auf euch wirken. Euer Stadtkonservator hätte es nicht besser ausdrücken können – ihr werdet es spüren.
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