Alle 18 Minuten verunglückt in Deutschland ein Kind im Straßenverkehr. Wie ihr euren Nachwuchs mit dem richtigen Schulwegtraining sicher schützt, lest ihr hier.
Der Schulanfang steht vor der Tür – und damit auch eine wichtige Frage für alle Eltern in NRW: Wie kommt mein Kind sicher zur Schule? Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt zuletzt veröffentlicht hat, sind wirklich alarmierend. Im Jahr 2025 verunglückten rund 29.270 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr – das sind sieben Prozent mehr als noch 2024.1 Macht das mal in Minuten runter: Durchschnittlich alle 18 Minuten wurde ein Kind verletzt oder getötet. Besonders bitter: Die meisten Unfälle passieren wochentags zwischen 7 und 8 Uhr – also genau dann, wenn die Kleinen auf dem Schulweg sind.
Auch in NRW sieht es nicht besser aus. 2025 gab es hier 6.358 Unglücksfälle mit Kindern unter 15 Jahren im Straßenverkehr, nach 5.956 im Jahr 2024.1 Der Schulweg ist laut Kirstin Zeidler, Leiterin der Unfallforschung der Versicherer, eindeutig ein „Unfall-Hotspot“. Aber was tun?
Viele Eltern denken: Ich fahr das Kind einfach hin, dann passiert nichts. Kirstin Zeidler warnt jedoch klar davor: „Wer das Kind mit dem Elterntaxi zur Schule bringt, tut ihm keinen Gefallen.“1 Und die Deutsche Verkehrswacht sieht das genauso. Der Grund ist logisch: Wenn alle Eltern ihre Kinder direkt vor die Schule fahren, entstehen verstopfte Straßen, Zeitdruck, Hektik, wild geparkte Autos und versperrte Gehwege. Das erhöht das Unfallrisiko für alle Kinder – auch für die, die zu Fuß unterwegs sind. Einige Städte in NRW gehen deshalb schon aktiv gegen Elterntaxis vor.1
Statt aufs Auto zu setzen, empfiehlt die Deutsche Verkehrswacht ein intensives Schulwegtraining mit dem Kind. Klingt aufwendig, ist aber der wirksamste Schutz. Hier sind die wichtigsten Tipps:1
Für alle, die mit dem Rad in die Schule fahren: Helm auf – immer und ohne Ausnahme! Darauf weist die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. ausdrücklich hin.1 Außerdem sollten Eltern mit ihren Kindern gemeinsam üben, wie man eine Kreuzung mit dem Fahrrad sicher überquert. Die Faustregel dabei: anhalten, absteigen, schauen, Blickkontakt mit dem Autofahrer aufnehmen – und erst dann rüber.
Ebenfalls wichtig: auf unübersichtliche Stellen wie kleine Gassen oder Einfahrten achten. Und damit das Kind überhaupt rechtzeitig gesehen wird, sollte es helle Kleidung tragen und Reflektoren an Jacke und Ranzen haben.1
Der Schulweg muss kein Angstthema sein – aber er braucht Vorbereitung. Mit einem guten Schulwegtraining gebt ihr euren Kindern das Handwerkszeug mit, das sie wirklich brauchen. Und das ist langfristig viel wertvoller als jedes Elterntaxi. Also: Schnürt die Turnschuhe, geht zusammen los – und übt, bis es sitzt. Euer Kind wird es euch danken!
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