Waldbrände in NRW: Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert eine nationale Feuermanagementstrategie und mehr Einsatz gegen die Klimakrise.
Der größte Waldbrand in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen im Hürtgenwald ist zwar inzwischen unter Kontrolle gebracht worden – doch nahe der Landesgrenze im belgischen Hohen Venn lodern die Flammen weiterhin. Angesichts dieser Lage werden Rufe nach konkreten Maßnahmen immer lauter.1
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge, Kölner Abgeordnete, hat sich im Deutschlandfunk klar positioniert: „Es ist katastrophal und auch ein Stück weit unfassbar, dass wir es als Gesellschaft nicht hinkriegen, endlich die Entschlossenheit zu finden, um mehr dafür zu tun, dass das nicht in Zukunft immer öfter passiert.“1
Dröge macht deutlich, dass es nicht nur um den akuten Kampf gegen die Flammen geht – sondern um eine langfristige Strategie. Das fordert sie im Einzelnen:1
„Unsere südeuropäischen Nachbarländer haben ja brutalerweise mehr Erfahrung mit Waldbränden“, so Dröge – von denen Deutschland lernen müsse.1
Bevor Dröge im Deutschlandfunk sprach, hatte sie sich bereits auf Instagram zu Wort gemeldet – und dort den Feuerwehrleuten aus Köln und dem Rhein-Erft-Kreis persönlich gedankt. „Mir war es ein großes Anliegen, den haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleuten in Köln und im Rhein-Erft-Kreis gestern im persönlichen Gespräch von Herzen danke zu sagen – stellvertretend für alle Einsatzkräfte“, schrieb die Politikerin zu Fotos, die sie mit den Einsatzkräften zeigten.1
Im Hürtgenwald sei es „wirklich knapp“ gewesen, betonte Dröge. Nur dank des Einsatzes der Rettungskräfte sei eine „größere Katastrophe“ verhindert worden.1
Dröge ist nicht die einzige Kölner Politikerin, die jetzt aufs Tempo drückt. Auch SPD-Politiker Karl Lauterbach hat sich zu Wort gemeldet und die Bedeutung des Klimawandels betont. „Waldbrände werden mit dem Klimawandel stark zunehmen“, schrieb Lauterbach auf der Plattform X. „Daran ändert auch der armselige Dauerhinweis der Klimaleugner nichts, dass Menschen den Wald anzünden. Wenn er brennt, brennt er jetzt richtig.“1
Dröge selbst zieht bei Instagram ebenfalls eine klare Linie: „Was mich nachdenklich und wütend macht: Trotz der katastrophalen Waldbrände in Südeuropa, trotz tausender Hitzetote in Deutschland, trotz Waldbränden und ausgetrockneter Flüsse auch bei uns, wird die Klimakrise weiterhin von vielen nicht richtig ernst genommen.“1
Mit dem Kampf gegen die Klimakrise könne nicht nur verhindert werden, dass mehr Menschen von Waldbränden bedroht werden, so Dröge – es würden auch weniger Rettungskräfte in gefährliche Einsätze müssen. Ihr abschließendes Statement bringt es auf den Punkt: „Gibt es einen besseren Grund zu handeln?“1
Die Bilder aus dem Hürtgenwald und dem Hohen Venn zeigen, wie ernst die Lage ist. Wie Antenne NRW die Entwicklungen rund um die Waldbrände in NRW weiter begleitet, erfahrt ihr auf antenne.nrw.
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