In Sankt Augustin hat ein 38-Jähriger eine Spielkonsole gestohlen und dabei einen Ladendetektiv mit einem Kopfstoß attackiert. Das Strafverfahren läuft.
Was für ein Samstagabend in Sankt Augustin: Ein 38-jähriger Mann aus Köln hat am 22. August in einem Elektronikfachmarkt in einem Einkaufscenter eine Spielkonsole gestohlen – und dabei einen Ladendetektiv angegriffen. Das Ganze endete nicht gerade so, wie der Mann sich das wohl vorgestellt hatte.1
Gegen 18:35 Uhr betrat der 38-Jährige den Elektronikfachmarkt, schnappte sich eine Spielkonsole aus dem Regal und steckte sie in seine mitgeführte Tasche. Klingt simpel – war es aber nicht. Die Tasche war nämlich präpariert: So gebaut, dass die elektronischen Sicherungen des Geschäfts keinen Alarm auslösen sollten. Ein klassischer Trick, der leider öfter vorkommt.1
Am Ausgang wartete allerdings schon der Ladendetektiv auf ihn. Der Mitarbeiter war bereits auf den Mann aufmerksam geworden und versperrte ihm den Weg. Der Kölner versuchte zunächst, in die entgegengesetzte Richtung zu entkommen – ohne Erfolg. Der Detektiv holte ihn ein und sprach ihn an.1
Als der 38-Jährige erneut Richtung Ausgang flüchten wollte, hielt der Ladendetektiv ihn fest. Was dann folgte, war alles andere als friedlich: Der Mann versuchte sich durch heftige Bewegungen des Oberkörpers und sogar einen Kopfstoß aus dem Griff zu befreien. Das klappte aber nicht. Der Detektiv behielt die Oberhand, brachte ihn in ein Büro und hielt ihn dort fest – bis die alarmierte Polizei eintraf.1
Der Mann wurde anschließend für kriminalpolizeiliche Maßnahmen zur Polizeiwache gebracht und danach entlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls eingeleitet – das ist eine deutlich ernstere Sache als ein normaler Ladendiebstahl, weil dabei Gewalt gegen eine Person eingesetzt wurde.1
Mal ehrlich: Dieser Ladendetektiv hat in diesem Moment einen richtig guten Job gemacht. Trotz körperlicher Gegenwehr hat er die Lage im Griff behalten und dafür gesorgt, dass der mutmaßliche Täter nicht entkommen konnte. Das verdient definitiv Respekt. Und die Moral der Geschichte? Präparierte Taschen und ein bisschen Dreistigkeit reichen eben nicht immer aus – manchmal steht am Ausgang jemand, der genauer hinschaut.1
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