Sterneköchin Julia Komp stand beim „Meet the Chef
Stell dir vor, du sitzt einer Sterneköchin gegenüber und kannst ihr einfach alles fragen, was dich schon immer interessiert hat. Kein Zeitdruck, kein nervöses Warten auf die Rechnung – einfach ein offenes Gespräch auf Augenhöhe. Genau das ist beim ersten „Meet the Chef“ des KStA-Genuss-Clubs passiert, und wir sind ehrlich gesagt ein bisschen neidisch auf die Gäste.1
In der Bar Botanik des Hotels im Wasserturm beantwortete Sterneköchin Julia Komp über eine Stunde lang Fragen – erst von Sarah Brasack aus der Chefredaktion des „Kölner Stadt-Anzeiger“, dann von den rund 50 Gästen selbst.1 Dabei ging es um alles Mögliche: ihren Weg von der Koch-Stadtmeisterschaft bis zum Michelin-Stern, den Alltag in der Spitzengastronomie, Frauen in der Küchenwelt und natürlich das Konzept hinter ihrem Sternerestaurant Sahila.
Das Sahila steht für eine kulinarische Weltreise – aber nicht so, wie man es vielleicht erwarten würde. „Jeder Gang ist von etwas inspiriert, das jemand von uns selbst erlebt hat, damit wir die Geschichte dazu erzählen können“, erklärt Komp. Statt Zutaten aus aller Welt einzufliegen, setzt das Küchenteam auf regionale Produkte und bringt die Gerichte mit ihrer ganz eigenen Handschrift auf den Teller.1 Das klingt nicht nur nachhaltig – das klingt auch verdammt lecker.
Apropos Weltreise: Komp hat auf ihren Reisen so einiges erlebt. Die frittierte Kakerlake in Thailand ließ sie lieber stehen, die Schildkrötensuppe in China machte sie traurig. Aber die kurioseste Geschichte spielte sich auf den Seychellen ab: In einem traditionellen Restaurant schmeckte das Fleisch nach Lamm, war super saftig – und stellte sich nach hartnäckigem Nachfragen als Fledermaus heraus.1 Ein Kellner hatte zunächst von „Kaninchen“ gesprochen, aber die kleinen Knochen passten einfach nicht dazu. Chapeau für die Neugier!
Natürlich wollten die Gäste auch wissen, was als Nächstes kommt. Komps Antwort war dabei erfrischend ehrlich: Der zweite Stern ist der große Traum. „Wenn wir das erreichen, habe ich das Ziel für mein Leben in erster Instanz erreicht“, sagt sie. Was dafür nötig ist? Das weiß sie selbst nicht genau – sonst hätte sie es schon umgesetzt. Was sie aber weiß: Der Guide Michelin testet mehrfach und achtet vor allem auf die eigene Handschrift und Konstanz.1 Die Sterne werden also wirklich sparsam vergeben – umso mehr Respekt für alle, die einen haben.
Nach dem Talk ging es für die Gruppe weiter in Komps Mezze-Bar, wo das Küchenteam ein Drei-Gänge-Menü auf die Tische brachte, das die Konzepte beider Schwester-Restaurants – der Yu*lia Mezze-Bar und des Sternerestaurants Sahila – miteinander verknüpfte. Nach einer üppigen Vorspeisenplatte zum Teilen entführte Komp ihre Gäste kulinarisch nach Brasilien und Thailand.1 So muss ein Abend sein.
Du willst das auch erleben? Im September können Gäste in beiden Kölner Restaurants von Julia Komp zu vergünstigten Konditionen ein mehrgängiges Menü genießen – einfach bei der Reservierung den Code „KSTA“ angeben.1 Hier ein Überblick über die Angebote:
Pro Termin stehen jeweils nur 15 Plätze zur Verfügung – also schnell sein! Alle Infos zu den Restaurants findest du direkt auf der Website.1
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