Das Hellers Brauhaus in Köln feiert 30-jähriges Jubiläum – mit Kölsch zum Retro-Preis und spannender Geschichte rund um den Kult-Schnaps Kabänes.
Wer in Köln an der Roonstraße ein kühles Kölsch zieht, trinkt an einem Platz mit echter Vergangenheit. Denn bevor im Hellers Brauhaus gezapft wurde, wurde hier gebrannt – und zwar Kabänes, Kölns berühmter Magenschnaps. Das Traditionshaus Flimm hatte seinen Sitz genau an dieser Adresse, bevor es 1976 ins zehn Kilometer entfernte Brühl umzog. „Der Halbbitter vom Rhein“, so warb Flimm einst für sein Kabänes, das seit 1952 auf dem Markt ist. Ein echter Kölner Kultstoff also.1
Fast zeitgleich mit dem Umzug von Flimm entdeckte der Gastronom Hubert Heller das Gebäude für sich – 1975. Er eröffnete dort zunächst 1978 das „Rottweiler“, später das „Deutsche Bierhaus“. Ende der 1980er-Jahre begann er dann, selbst Bier zu brauen – erst Wiess, dann Kölsch. 1991 kam sein erstes eigenes Bier auf den Markt, und 1996 eröffnete schließlich das Hellers Brauhaus unter seinem heutigen Namen.1
Aus seinem Lebenswerk wurde Heller früh herausgerissen: Der Betreiber des Biergartens im Volksgarten und des Brauhauses starb im Januar 2010 mit nur 62 Jahren, kurz nachdem bei ihm Krebs festgestellt worden war. Er war auch beim Gastroverband Dehoga aktiv, saß im Kölner Vorstand und im Präsidium der Gruppe Nord-Rhein.1
Heute führen seine Tochter Anna Heller und ihr Mann Steffen Potratz-Heller den Betrieb in zweiter Generation weiter. Und das mit Herzblut: „Das Hellers Brauhaus ist für uns viel mehr als eine Gastronomie“, sagt Anna Heller. „Es ist ein Stück Familiengeschichte und seit Jahrzehnten ein fester Teil des Kwartier Latäng. Besonders schön ist, dass sich hier bis heute ganz unterschiedliche Generationen treffen und das Haus seinen eigenen Charakter bewahrt hat.“1
Neben dem Stammhaus an der Roonstraße gehören auch Hellers Volksgarten und der Schwimmbad-Rheinsommergarten in Riehl zum Betrieb – das Brauhaus ist also längst mehr als nur eine Kneipe im Kwartier Latäng.1
In diesem Herbst feiert das Hellers Brauhaus 30-jähriges Bestehen – und das Programm kann sich sehen lassen. Kölsche Musik, Kultur und jede Menge gute Stimmung stehen auf dem Plan:1
Beim Highlight am 7. November gibt’s das Kölsch zum Preis von vor 30 Jahren – damals lag der Kölschpreis für 0,2 Liter im Schnitt bei 1,50 bis 1,80 D-Mark. Wie ist das in meinen Warenkorb gekommen? Na, eigentlich direkt ins Glas!1
Von der Schnapsbrenner-Adresse zum Brauhausklassiker, vom Gründer Hubert Heller zur nächsten Generation – das Hellers Brauhaus steht für echte Kölner Kontinuität. Ob Stammgäste oder Studis aus dem Kwartier Latäng: Hier trifft sich, wer Kölsch liebt und Geschichte spüren will. Auf die nächsten 30 Jahre – Prost!1
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