Schüsse auf eine Villa in Erftstadt: Die Polizei Köln fahndet nach zwei bewaffneten Männern und warnt – nicht ansprechen, sofort 110 wählen!
Was klingt wie ein Krimi, ist leider bittere Realität: In der Nacht vom 30. August um 4.45 Uhr haben zwei vermummte Männer mehrere Schüsse auf ein Wohnhaus in Erftstadt abgefeuert – einer 49.000-Einwohner-Gemeinde in der Nähe von Köln. Jetzt sucht die Polizei Köln dringend nach den Tatverdächtigen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Eines ist dabei besonders wichtig: Wer die Männer sieht, soll sie auf keinen Fall ansprechen – die beiden könnten bewaffnet sein.1
Laut Berichten war das Ziel der Angreifer die Villa eines Inhabers einer Imbisskette. Die Schüsse trafen Fenster, Rollläden, die Regenrinne, die Fassade des Hauses sowie einen davor geparkten Porsche-SUV. Die Waffe: eine vollautomatische Kalaschnikow. Bei der Spurensicherung entdeckten die Beamten außerdem Einschusslöcher in einem Nachbarhaus.1
Die gute Nachricht: Die Bewohner des Hauses blieben unverletzt. Weil sie jedoch zum Tatzeitpunkt zu Hause waren, bewertet die Staatsanwaltschaft den Vorfall als versuchtes Tötungsdelikt. Die beiden Täter flüchteten nach dem Anschlag zu Fuß in Richtung eines Feldes – und entkamen, obwohl sogar ein Polizeihubschrauber nach ihnen suchte.1
Im Hintergrund soll laut Medienberichten eine kriminelle Organisation namens „Daltons“ stecken – eine türkisch-kurdische Mafia-Gruppe, die bundesweit aktiv ist. Bereits in diesem Sommer soll es mehrere Angriffe auf Filialen der Imbisskette gegeben haben – unter anderem in Mannheim, Rüsselsheim und Osnabrück. Teils wurde auf die Filialen geschossen, teils wurden Brände gelegt.1
Der Grund für den Anschlag auf die Villa soll Schutzgelderpressung sein: Zuerst sollen die Täter fünf Millionen Euro gefordert haben. Mit dem Attentat erhöhten sie den Druck – und gleichzeitig ihre Forderung auf sieben Millionen Euro.1
Die Polizei Köln hat Bilder einer privaten Überwachungskamera veröffentlicht und beschreibt die beiden Männer wie folgt:1
Hier nochmal der wichtigste Hinweis der Polizei: Sprich die Männer auf keinen Fall an! Wer die Tatverdächtigen sieht oder Hinweise hat, soll sofort den Notruf 110 wählen. Die Beamten nehmen jeden Hinweis ernst – denn bei bewaffneten und gefährlichen Personen ist Vorsicht oberstes Gebot.1
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