Die autonomen Frauenhäuser in Köln feiern ihr 50-jähriges Jubiläum. Was 1976 als Studierinnen-Initiative begann, rettet bis heute Leben – doch die Plätze…
Was Engagement alles bewegen kann – das hat Köln am vergangenen Samstag in Kalk eindrucksvoll bewiesen. Die autonomen Frauenhäuser in Köln feierten ihr 50-jähriges Jubiläum – und das ist wirklich ein Grund zum Feiern! Denn hinter dieser Zahl stecken fünf Jahrzehnte unermüdlicher Arbeit für Frauen, die Schutz vor Gewalt gesucht und gefunden haben.1
Die Geschichte startet im Jahr 1976 – und zwar mit einer Gruppe mutiger Studentinnen, die einfach etwas verändern wollten. Ihr Ziel war klar: einen sicheren Ort für Frauen schaffen, die Gewalt erleben. Was damals wie ein kleiner Funke begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt.1
Gründerin Frauke Mahr bringt es auf den Punkt, was sich in all den Jahren verändert hat:
„Das Thema ist inzwischen nicht mehr abstreitbar. Am Anfang war es ganz stark, dass Leute gesagt haben, das gebe es in Köln und auch überhaupt nicht. Heute weiß die Gesellschaft, wie stark Gewalt gegen Frauen verbreitet ist.“
Das ist ein riesiger gesellschaftlicher Wandel – und die Frauen hinter dieser Initiative haben dazu einen wesentlichen Teil beigetragen.1
Aktuell gibt es in Köln zwei Frauenhäuser, die Schutz für 26 Frauen und deren Kinder bieten. Das klingt erstmal gut – aber die Realität zeigt, dass das bei weitem nicht ausreicht. Jährlich müssen über 500 Frauen wegen fehlender Kapazitäten abgewiesen werden.1 Das ist eine erschreckende Zahl, die deutlich macht: Es braucht mehr Unterstützung, mehr Plätze und mehr gesellschaftliches Engagement.
Das 50-jährige Bestehen der autonomen Frauenhäuser in Köln ist nicht nur ein Grund zum Feiern – es ist auch ein klarer Aufruf. Was 1976 als Initiative einiger engagierter Studentinnen begann, ist heute wichtiger denn je. Die Arbeit der Frauenhäuser rettet Leben. Und solange über 500 Frauen pro Jahr keinen Platz finden, ist die Arbeit noch lange nicht getan.1
Hut ab vor allen, die dieses Projekt über fünf Jahrzehnte am Leben gehalten und weiterentwickelt haben – und auf die nächsten 50 Jahre!
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