Der Kölner Zoll hat bei Kontrollen in 18 Shisha-Bars über 350 kg unversteuerten Tabak sichergestellt – dazu: Schwarzarbeit und Sozialleistungsmissbrauch…
Was für ein Einsatz! Der Kölner Zoll hat bei zweitägigen Kontrollen in Kölner Shisha-Bars mehr als 350 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sichergestellt. Und das war längst nicht alles, was die Einsatzkräfte dabei aufgedeckt haben.1
An einem Freitag und Samstag kontrollierte der Kölner Zoll unter Federführung des Ordnungsdienstes der Stadt Köln insgesamt 18 Shisha-Bars – und zwar in der Innenstadt, in Chorweiler, Nippes und Bayenthal. Die Einsatzkräfte der Stadt Köln, der Bezirksregierung Köln und des Zolls waren dabei von den frühen Abendstunden bis tief in die Nacht im Einsatz.1
Besonders krass: Allein in einem einzigen Kellerraum einer Shisha-Bar fanden die Zöllnerinnen und Zöllner rund 250 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak. Ein Großteil davon war in Beuteln und Plastikdosen verpackt – mutmaßlich illegal hergestellt. Zum Vergleich: Zoll-Pressesprecher Jens Ahland erklärte dazu, die sichergestellte Menge hätte gereicht, um „alle Besucher einer restlos ausverkauften Kölner Lanxess Arena“ mit einer gut gefüllten Wasserpfeife zu versorgen.1
Was viele nicht wissen: Bei mutmaßlich illegal hergestelltem Wasserpfeifentabak ist die Gewinnspanne laut Ahland „häufig höher als beim Drogenhandel“. Das macht das illegale Geschäft für Kriminelle natürlich besonders attraktiv – und zeigt, warum solche Kontrollen so wichtig sind.1
Gegen alle Barbetreiber wurden noch vor Ort Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der sichergestellte Tabak wird nach Abschluss der Verfahren vernichtet.1
Doch damit nicht genug: Im Rahmen der Kontrollen wurden auch 68 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihrer Beschäftigung befragt. Dabei kamen weitere Ungereimtheiten ans Licht:1
Ahland dazu: „Das hören wir allerdings sehr oft und es liegt nahe, dass sie von ihren Arbeitgebern nicht zur Sozialversicherung gemeldet und somit umgangssprachlich schwarz beschäftigt wurden.“1
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ermittelt weiter. Dieser Einsatz zeigt mal wieder, dass hinter der gemütlichen Shisha-Bar-Atmosphäre leider manchmal ein knallhartes illegales Geschäft stecken kann. Gut, dass der Kölner Zoll genau hinschaut – und NRW damit ein bisschen sicherer macht.1
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