Köln als Schwammstadt: Am 20. September spricht Eckart von Hirschhausen beim Live-Talk über Superveedel, Kältenetze und ein grüneres Köln. Eintritt frei!
Heiße Sommer, glühende Asphaltstraßen, kaum ein schattiges Plätzchen – klingt nach Köln im Juli, oder? Genau das soll sich ändern. Am Sonntag, den 20. September, steigt um 15 Uhr in der Christuskirche die dritte Ausgabe des Live-Talks „100 Ideen für Köln“ – und das Thema ist so wichtig wie die Frage, ob du deine Sonnencreme eingepackt hast: Wie wird Köln zur Schwammstadt?1
Der Eintritt ist kostenfrei – also kein Grund, zu Hause zu bleiben!
Auf dem Podium trifft sich eine ziemlich starke Runde: Arzt, Moderator und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen bringt seine Vision für ein grüneres und kühleres Köln mit. Dazu gesellen sich Kölns Umweltdezernent William Wolfgramm, Anja Bierwirth als Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut sowie Iris Pinkepank, Vorsitzende des Stadtgarten-Vereins. Durch den Abend führen Julia Hahn-Klose und Susanne Rohlfing aus dem Kommunalpolitik-Team des „Kölner Stadt-Anzeiger“.1
Kurz gesagt: Eine Schwammstadt fängt Regenwasser auf, anstatt es direkt in die Kanalisation zu schicken. In Köln läuft aktuell ein Großteil des Regenwassers einfach über das Kanalnetz aus der Stadt heraus – ziemlich verschwendet, wenn du fragst. Durch die Entsiegelung von Asphalt- und Betonflächen können Böden wieder wasserdurchlässig werden und den Regen vor Ort speichern. Offene Gewässer, Rückhaltebecken, begrünte Dächer, Fassaden und Straßen – all das macht eine Stadt zum echten Schwamm.1
Eckart von Hirschhausen hat das übrigens schon vor der Kommunalwahl 2025 in einem Beitrag zur Serie „100 Ideen für Köln“ auf den Punkt gebracht: „Im Karneval sind die Kölner fähig, in kurzer Zeit sehr viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dazu sollten sie auch ihre Stadt befähigen.“1 Besser kann man das eigentlich nicht sagen.
Der Live-Talk findet nicht irgendwo statt – er ist Teil des Park-Platz-Tags des Vereins Stadtgarten. Die Idee dahinter: Alle Autos des dortigen Parkplatzes werden entfernt, und der Platz verwandelt sich in einen echten Begegnungsort. Das Thema des diesjährigen Aktionstages lautet passenderweise „Hitze und Gesundheit“. Eröffnet wird der Tag von NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne). Das Ganze wird von der Stadt Köln im Rahmen des Pilotprojekts „Stadtgarten-Superveedel“ unterstützt.1
Der Verein Stadtgarten setzt sich seit 2024 für „ein umweltgerechtes und enkeltaugliches Veedel samt Park“ ein und verfolgt dabei das Konzept der sogenannten Superblöcke – auf Kölsch: Superveedel. Die Idee dahinter: Autos fahren nur noch über Hauptstraßen, während kleinere Straßen begrünt, zu Fahrradwegen umgebaut oder anderweitig von Anwohnenden genutzt werden können. Mehr Platz zum Aufhalten, mehr Schatten, weniger Lärm – klingt eigentlich ziemlich gut.1
Eckart von Hirschhausen denkt noch einen Schritt weiter: Mehr Grün und mehr Wasser bedeuten auch mehr Kühle in der Stadt. Deshalb wünscht er sich für Köln ein „Kältenetz“ – ähnlich dem, das 2024 für das Olympische Dorf bei den Olympischen Spielen geschaffen wurde. Sein klarer Appell: „Das bräuchten wir dringend auch in Köln, vor allem für Orte, an denen vulnerable Menschen versorgt werden: Krankenhäuser, Altenpflegeheime, aber auch Kitas und Schulen.“1
Und für alle, die bei Hitze draußen unterwegs sind, fordert er öffentliche Orte zum – ganz wörtlich – Chillen. Weil Chillen eben nichts anderes bedeutet als abkühlen.1
Wenn du wissen willst, wie dein Veedel grüner, kühler und lebenswerter werden kann, dann ist der 20. September dein Date. Kostenlos, offen für alle und mit einem Programm, das echte Ideen für Kölns Zukunft liefert. Also: Sonntagspläne umschmeißen und ab in die Christuskirche – dein Veedel wird’s dir danken.
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