Hamburger Polizisten radeln 600 km von Hamburg nach Mainz für den Opferhilfeverein WEISSER RING.
Was für eine Aktion! 16 Frauen und Männer der Hamburger Polizei-Radsportgruppe treten gerade in die Pedale für einen richtig guten Zweck: 600 Kilometer, fast 3000 Höhenmeter, sechs Tage – und das alles für den Opferhilfeverein WEISSER RING.1 Auf ihrem Weg von Hamburg nach Mainz haben die Radsportler einen Zwischenstopp im Dortmunder Polizeipräsidium eingelegt und wurden dort herzlich empfangen.
Das Ziel der Tour ist Mainz, wo der WEISSE RING am Samstag seinen 50. Geburtstag feiert. Kriminalbeamter Oliver Joneleit, Tourenplaner der Gruppe, bringt es auf den Punkt: „Mit unserer Aktion möchten wir auf die Situation von Verbrechensopfern und die Hilfe durch den WEISSEN RING aufmerksam machen.“1 Außerdem soll die Radtour ein klares Zeichen gegen Gewalt setzen.
Besonders beeindruckend: Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben nicht nur Urlaub für die Tour genommen – sie bezahlen auch ihre Übernachtungen selbst. Volker Marek vom WEISSEN RING Dortmund ist begeistert: „Dass diese Leute mit so viel Engagement und Begeisterung auf unsere wichtige Arbeit hinweisen, ist einfach großartig!“1
Der WEISSE RING wurde vor 50 Jahren in Mainz gegründet, um Opfer von Straftaten auf unterschiedlichste Weise zu unterstützen.1 Und der Bedarf ist riesig: Allein in Westfalen-Lippe haben sich im vergangenen Jahr 2206 Opfer von Straftaten an den Verein gewandt – sechs Prozent mehr als im Vorjahr. In der Mehrzahl waren es Mädchen und Frauen. Sexualdelikte (609 Fälle), häusliche Gewalt (476), Körperverletzungen (322) und Stalking (145) stehen dabei ganz oben auf der traurigen Liste.1
Die Dortmunder Außenstelle allein betreut mit 16 Ehrenamtlichen jedes Jahr etwa 300 Betroffene. Der Verein berät zu Möglichkeiten des Opferentschädigungsgesetzes, weist auf Therapieangebote hin, bezahlt im Einzelfall eine anwaltliche Erstberatung und begleitet Opfer auf Wunsch zur Polizei oder zum Gerichtstermin.1 Das Beste daran: Man muss keine Anzeige erstattet haben, um sich kostenlos und unverbindlich beraten zu lassen.
Thomas Krebs, stellvertretender Leiter des Kriminalkommissariats Prävention und Opferschutz in Dortmund, gehörte zum Empfangskomitee für die Hamburger Kolleginnen und Kollegen: „Unser Kommissariat arbeitet seit Jahren vertrauensvoll im Sinne der Opfer mit dem örtlichen WEISSEN RING zusammen, und wir sind froh, dass es dieses ehrenamtliche Engagement gibt.“1 Heute gibt es übrigens in allen 47 nordrhein-westfälischen Polizeibehörden Opferschutzkommissariate – eine Entwicklung, für die der WEISSE RING in den 70er Jahren als echter Vorreiter den Weg gebahnt hat.
Nach dem Stopp in Dortmund ging es für die 16 Radsportler weiter: Die nächste Etappe führte über 89 Kilometer nach Köln, danach geht’s nach Koblenz, bevor die Gruppe am Samstagabend beim Jubiläums-Festakt des WEISSEN RINGS in Mainz ankommen wird.1 Aktuell engagieren sich in Westfalen-Lippe rund 300 Frauen und Männer ehrenamtlich in 26 Außenstellen – echte Heldinnen und Helden des Alltags!
Du willst die Tour verfolgen oder selbst spenden? Alle Infos zur Jubiläumstour findest du direkt auf der Website der Radtour des WEISSEN RINGS.1
Wer steckt hinter der Radtour für den WEISSEN RING?
16 Frauen und Männer der Hamburger Polizei-Radsportgruppe sind auf einer Radtour von Hamburg nach Mainz unterwegs, um auf die Arbeit des Opferhilfevereins WEISSER RING aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln.1
Wie weit ist die Strecke der Radtour?
Die Radsportgruppe legt insgesamt 600 Kilometer mit knapp 3000 Höhenmetern in sechs Tagen zurück. Unterwegs machen sie Stopps in Bremen, Osnabrück, Dortmund, Köln und Koblenz.1
Was macht der WEISSE RING und wie kann ich Hilfe bekommen?
Der WEISSE RING unterstützt Opfer von Straftaten kostenlos und unverbindlich – zum Beispiel durch Beratung, Begleitung zu Polizei oder Gericht und Hinweise auf Therapieangebote. Eine Anzeige muss dafür nicht erstattet worden sein.1
Warum feiert der WEISSE RING gerade ein Jubiläum?
Der Opferhilfeverein WEISSER RING wurde vor 50 Jahren in Mainz gegründet. Das Jubiläum wird mit einem Festakt in Mainz gefeiert, bei dem auch die Radsportgruppe ankommen wird.1
Wie viele Menschen hat der WEISSE RING in Westfalen-Lippe zuletzt betreut?
Im vergangenen Jahr haben sich 2206 Opfer von Straftaten in Westfalen-Lippe an den WEISSEN RING gewandt – sechs Prozent mehr als im Vorjahr. In der Region engagieren sich rund 300 Ehrenamtliche in 26 Außenstellen.1
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