Die Feuerwehr Dinslaken bereitet sich mit einer Bachelorarbeit der TH Köln auf Großeinsätze vor.
Ein Massenunfall, ein riesiger Brand, eine Lage, die die eigenen Kräfte schlicht überfordert – solche Szenarien sind für jede Feuerwehr eine echte Herausforderung. Die Feuerwehr Dinslaken geht das Thema jetzt besonders clever an: mit wissenschaftlicher Unterstützung direkt aus dem Hörsaal. 1
Felix Isselhorst, Bachelorstudent im Studiengang Rettungsingenieurwesen an der Technischen Hochschule Köln, hat sich genau dieses Thema für seine Abschlussarbeit geschnappt. Sein Ziel: die vorhandenen Kapazitäten und Einsatzplanungen der Feuerwehr Dinslaken für besondere Einsatzlagen unter die Lupe nehmen. Dabei schaut er sich an, wie gut die Wehr auf Szenarien mit einem hohen Kräfte- und Mittelbedarf vorbereitet ist – und welche Möglichkeiten der überörtlichen Unterstützung es gibt. 1
Was Isselhorst dabei besonders qualifiziert: Er ist selbst seit mehreren Jahren aktives Mitglied der Einsatzabteilung der Feuerwehr Voerde. Er bringt also nicht nur ingenieurwissenschaftliches Know-how mit, sondern weiß auch aus eigener Erfahrung, wie’s im Einsatz läuft. 1
In den vergangenen Wochen hat Isselhorst mehrere Planspiele durchgeführt – ein echtes Werkzeug aus der feuerwehrtechnischen Ausbildung. Dabei werden komplexe Einsatzlagen theoretisch durchgespielt, ohne dass dafür ein realer Einsatz stattfinden muss. Konkret geht’s dabei um Fragen wie: 1
Mit dabei waren nicht nur die Führungskräfte der Feuerwehr Dinslaken, sondern auch Führungskräfte der Feuerwehren aus Hünxe und Voerde – denn genau diese beiden Wehren leisten im Bedarfsfall nachbarschaftliche Hilfe bei größeren Einsatzlagen in Dinslaken. 1
Betreut wird die Arbeit auf Seiten der Feuerwehr Dinslaken durch Feuerwehrleiter David Marten, der selbst Absolvent der Technischen Hochschule Köln ist. Auf akademischer Seite begleitet Professor Dr. Fekete von der Technischen Hochschule Köln das Projekt. Und der bringt’s direkt auf den Punkt: 1
„Die Bachelorarbeit ist ein Gewinn für die übergreifende Zusammenarbeit. Gerade bei größeren Einsatzlagen ist es wichtig, dass Planungen realistisch sind, Schnittstellen erkannt und die Zusammenarbeit unter den Feuerwehren gestärkt wird.“ 1
Das Projekt hat also einen klaren Mehrwert – und der geht weit über die Uni hinaus. Die Untersuchung soll nicht nur Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung der Feuerwehr Dinslaken liefern, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren über die Stadtgrenzen hinweg nachhaltig stärken. Wissenschaft trifft Praxis – und das direkt vor unserer Haustür hier in NRW. Respekt dafür! 1
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