Drei Großeinsätze gleichzeitig: CO-Austritt, Wohnungsbrand und Feuer in Förderschule forderten Bochums Feuerwehr und Rettungsdienst am Mittwoch enorm.
Stellt euch mal vor, ihr seid bei der Feuerwehr und plötzlich klingelt’s an drei Ecken der Stadt gleichzeitig. Genau das ist der Bochumer Feuerwehr und dem Rettungsdienst am Mittwochmittag passiert. Innerhalb von nur einer Stunde mussten die Einsatzkräfte gleich drei größere Lagen im gesamten Stadtgebiet gleichzeitig stemmen – und das, während der Rettungsdienst sowieso schon am Limit lief.1
Los ging’s um 11:42 Uhr an der Bochumer Straße in Wattenscheid. In einer Dachgeschosswohnung war aus bisher ungeklärter Ursache Kohlenstoffmonoxid ausgetreten – ein geruchloses, aber brandgefährliches Gas. Die Messungen der Feuerwehr zeigten eine richtig hohe, lebensgefährliche Konzentration. Am Ende wurden vier Personen verletzt, darunter auch Jugendliche. Eine Person hat’s richtig schwer erwischt und musste in Gelsenkirchen in einer Druckkammer behandelt werden. Die anderen drei kamen mit leichteren Blessuren davon.1
Während die Betroffenen versorgt wurden, zogen Einsatzkräfte unter Atemschutz durchs ganze Gebäude und checkten auch die Nachbarwohnungen – zum Glück ohne weitere Funde. Die Heizungsanlage wurde vorsichtshalber abgeschaltet und der Fall an den Bezirksschornsteinfeger übergeben. Gegen 13:15 Uhr war der Einsatz beendet.1
Noch während in Wattenscheid alles lief, ging um 12:33 Uhr der nächste Alarm raus: Rauch aus einer Wohnung an der Ernestinenstraße in Hofstede. Anwohner hatten den Heimrauchmelder gehört und Bescheid gegeben. Weil niemand zu Hause war, mussten sich die Kräfte über die Drehleiter Zutritt verschaffen. Der Übeltäter: Essen, das auf dem Herd vergessen wurde. Zum Glück nix Schlimmeres – die Wohnung wurde entraucht, verletzt wurde niemand. Um 13:30 Uhr war auch dieser Einsatz Geschichte.1
Und dann kam’s richtig dicke: Um 12:55 Uhr löste die Brandmeldeanlage einer Förderschule an der Eifelstraße in Hiltrop aus. Die Hausmeisterin meldete zusätzlich telefonisch, dass es in einem Abstellraum brennt – und dass während der Ferienbetreuung noch Kinder im Gebäude sind. Kein Wunder, dass die Leitstelle sofort auf höchste Alarmstufe hochgeschaltet hat: „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“.1
Zum Glück hatte das Schulpersonal schon vorher alles richtig gemacht und das Gebäude komplett geräumt. Als die Feuerwehr ankam, war also schon niemand mehr in Gefahr. Zwei Trupps unter Atemschutz haben den Brand mit einem C-Rohr gelöscht, parallel wurde das Gebäude kontrolliert und entraucht. Die neun betreuten Kinder und sieben Erwachsenen blieben unverletzt, wurden aber vorsorglich vom Rettungsdienst gecheckt. Durch den starken Rauch ist das komplette erste Obergeschoss aktuell nicht nutzbar. Die Polizei ermittelt jetzt, wie es zu dem Feuer kommen konnte. Gegen 14:30 Uhr war der Einsatz beendet.1
Damit das alles überhaupt zu schaffen war, mussten wirklich alle verfügbaren Kräfte ran: Alle vier Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr sowie die Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Nord, Altenbochum, SE-IuK, Bochum-Mitte und Wattenscheid-Mitte waren gleichzeitig unterwegs. Dazu kam zwischen 12:30 Uhr und 13:45 Uhr noch eine richtig hohe Auslastung beim Rettungsdienst – logisch bei drei parallelen Großlagen plus dem normalen Tagesgeschäft.1
Das Wichtigste zum Schluss: Trotz der echt angespannten Situation konnten alle Notrufe bearbeitet und jede Hilfeleistung sichergestellt werden. Ein mega stressiger Mittag für die Bochumer Einsatzkräfte, der aber zeigt, wie gut die Koordination zwischen Feuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst funktioniert, wenn’s drauf ankommt.1
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