Nach dem tödlichen Trainsurfing-Unfall eines 14-Jährigen warnt die Bundespolizei in Köln verstärkt vor den Gefahren auf und neben den Gleisen.
Vor gut zwei Wochen ist ein 14-Jähriger beim sogenannten Trainsurfing tödlich verunglückt. Er war zuvor auf einen Regionalzug geklettert – mit fatalen Folgen.1 Jetzt reagiert die Bundespolizei und macht mitten vor dem Kölner Hauptbahnhof mit einem Infostand auf die Gefahren aufmerksam.1
Eigentlich gibt’s solche Präventionsaktionen regelmäßig, meistens geht’s dabei um Taschendiebstahl. Doch dieses Mal steht ein anderes Thema im Fokus: Die Beamtinnen und Beamten klären Kinder und Jugendliche direkt vor Ort über die Gefahren von Bahnstrom auf.1 Und die sind der Hammer – mit 15.000 Volt ist die Fahrleitung etwa 65-mal stärker als die Steckdose bei dir zuhause.1
Der tödliche Unfall ist leider kein Einzelfall. Erst am Dienstagabend (27. Oktober) bekam die Bundespolizei erneut eine Meldung, dass sich eine Person auf einem Zug befinden soll. „Wir sind dann direkt zum Bahnhof Bornheim-Sechtem gefahren und hatten auch einen Hubschrauber im Einsatz“, erklärt Bundespolizei-Sprecherin Paula Feierabend.1 Auf dem Güterwagen fand sich zwar niemand mehr, dafür aber im Gleisbereich.1
So eine Aktion bleibt nicht ohne Folgen – und zwar nicht nur für die Person selbst. Wegen des Einsatzes musste der Strom in dem Bereich abgestellt werden, teilweise wurden sogar Zugstrecken komplett gesperrt.1 Bundespolizeisprecherin Stephanie Reuver bringt’s auf den Punkt: „Uns wundert es schon, dass erst so kurz nach dem tödlichen Unfall des 14-Jährigen Anfang Oktober, gestern erneut ein Jugendlicher im Gleisbereich war.“1
Bei der Präventionsaktion ging’s aber nicht nur um’s Trainsurfing. Auch das Trainspotting, also das Fotografieren von Zügen, birgt Risiken, auf die die Bundespolizei aufmerksam macht.1 Die aktuelle Häufung der Fälle bereitet den Beamtinnen und Beamten sichtlich Sorgen. Deshalb will man jetzt nachlegen: „Da müssen wir vielleicht unsere Prävention ein bisschen verstärken und in die Schulen gehen, um die Jugendlichen auch zu erreichen“, so Reuver.1
Egal ob aus Nervenkitzel oder für den perfekten Insta-Shot – das Klettern auf Züge oder der Aufenthalt im Gleisbereich kann im schlimmsten Fall das Leben kosten. Die Bundespolizei macht mit ihrer verstärkten Präsenz am Kölner Hauptbahnhof klar: Das Risiko steht in keinem Verhältnis zum kurzen Kick. Wer Freunde oder jüngere Geschwister kennt, die sowas ausprobieren wollen – sprecht drüber. Es könnte Leben retten.
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