Eine 60-Jährige fuhr in Bonn-Mehlem unter Kokaineinfluss in Schlangenlinien auf der B9 – der Führerschein wurde sichergestellt. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.
Was am Mittwochnachmittag (22.07.2026) auf der B9 in Richtung Bonn-Mehlem passierte, hätte richtig schlimm enden können: Eine aufmerksame Autofahrerin alarmierte gegen 14:00 Uhr die Polizei, weil ein schwarzer Mitsubishi in deutlichen Schlangenlinien aus Richtung Oberwinter unterwegs war – und das nicht zu knapp.1
Der Wagen geriet dabei mehrfach auf die Gegenfahrbahn. Mindestens zwei entgegenkommende Fahrer konnten einen Zusammenstoß nur durch Ausweichmanöver verhindern. Außerdem touchierte der Pkw mehrfach den rechten Bordstein. Klingt nach einer Situation, bei der man selbst lieber die Gegenrichtung wählt.1
Eine Streifenwagenbesatzung der Wache Bad Godesberg konnte das Fahrzeug schließlich in Höhe der Mainzer Straße stoppen. Bei der Kontrolle der 60-jährigen Fahrerin fiel den Beamten sofort auf, dass sie körperliche Ausfallerscheinungen und Gleichgewichtsstörungen zeigte.1
Ein Drogenschnelltest vor Ort brachte dann Gewissheit: positiv auf Kokain. Die Frau gab außerdem an, am Vorabend Medikamente eingenommen zu haben und stark übermüdet gewesen zu sein – eine Kombination, die auf der Straße nichts verloren hat.1
Zur Beweissicherung wurde der 60-Jährigen in einem Krankenhaus eine Blutprobe entnommen. Ihr Führerschein wurde sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Das Verkehrskommissariat 2 hat die Ermittlungen aufgenommen.1
Wenn du auf der B9 unterwegs warst und durch die Fahrweise des schwarzen Mitsubishi ebenfalls zu einem Ausweichmanöver gezwungen wurdest oder anderweitig gefährdet wurdest, dann meldet euch unbedingt bei den Ermittlern. Ihr erreicht das Verkehrskommissariat 2 unter der Rufnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an vk2.bonn@polizei.nrw.de.1
Dieser Fall zeigt wieder einmal, wie gefährlich Drogen und Medikamente im Straßenverkehr sind. Wer unter dem Einfluss von Kokain oder anderen Substanzen fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen auf der Straße. Dass diesmal niemand ernsthaft verletzt wurde, war pures Glück – und dem besonnenen Verhalten der entgegenkommenden Fahrer zu verdanken.1
Bleibt sicher auf den Straßen in NRW – und schaut, wenn ihr so etwas beobachtet, nicht weg. Wie die aufmerksame Zeugin in diesem Fall bewiesen hat: Ein Anruf bei der Polizei kann Leben retten.
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