Die Feuerwehr Alpen hat erstmals eigenständig Drohnenpiloten nach BOS-Standard ausgebildet – sechs neue Kräfte verstärken jetzt den Bevölkerungsschutz vor Ort.
Abheben für den Katastrophenschutz: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Alpen gibt’s jetzt Verstärkung aus der Luft. Mehrere Kameraden haben am Dienstagabend in Veen erfolgreich ihre Ausbildung zum BOS-Drohnensteuerer abgeschlossen 1. BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben – und genau für die gibt’s klare Regeln, wenn’s um den Einsatz von Drohnen geht.
Die komplette Ausbildung orientiert sich an den Mindeststandards, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Rahmen der EGRED-Empfehlungen festgelegt hat – kurz: Gemeinsame Regelungen zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz 1. Klingt sperrig, heißt aber im Kern: Wer hier mitfliegen will, muss richtig was draufhaben.
Der Lehrgang lief vom 07.09. bis zum 03.11. und war in eine Basis- sowie eine BOS-Ausbildung unterteilt, jeweils mit Theorie- und Praxisteilen 1. Insgesamt gab’s vier Präsenztermine mit rund 16 Ausbildungsstunden. Dazu kam ordentlich Eigeninitiative: Die Teilnehmenden mussten sich selbstständig durch Online-Prüfungen beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) und durch die BOS-Theorie auf der Lernplattform des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BABZ) arbeiten 1.
Zusätzlich zur Theorie wurde eifrig in kleinen Gruppen geübt: praktische Übungsflüge, eigenverantwortlich organisiert. Für die Vor- und Nachbereitung, die Online-Prüfungen sowie das Flugtraining investierten die Teilnehmenden nochmal rund sechs bis acht Stunden zusätzlich zu den Präsenzterminen 1. Da steckt also richtig Arbeit drin, bevor man überhaupt zur Abschlussprüfung antreten darf.
Und genau die kam zum Schluss: eine theoretische sowie eine praktische Überprüfung. Damit mussten die angehenden Drohnenpiloten zeigen, dass sie die Systeme sicher, verantwortungsvoll und einsatzorientiert bedienen können 1.
Besonders bemerkenswert: Es ist der allererste Lehrgang dieser Art, den die Feuerwehr Alpen komplett in Eigenregie durchgeführt hat 1. Damit ist ein wichtiger Baustein gelegt, um die einheitsübergreifende Drohneneinheit innerhalb der Feuerwehr Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Feuerwehr Alpen stehen jetzt sechs zusätzliche qualifizierte Drohnensteuerer zur Verfügung 1. Die können die Einsatzkräfte künftig vor allem bei der Lageerkundung, bei der Führungsunterstützung sowie bei Such- und Schadenslagen unterstützen – also genau dann, wenn der Blick von oben den entscheidenden Unterschied machen kann.
Drohnen sind längst mehr als nur ein nettes Gadget – im Einsatz können sie Leben retten, weil sie schnell und unkompliziert Überblick über unübersichtliche Lagen verschaffen. Dass die Feuerwehr Alpen jetzt eigenständig Nachwuchs in diesem Bereich ausbildet, zeigt: Hier wird nicht nur reagiert, sondern vorausgedacht. Ein starkes Zeichen für den Bevölkerungsschutz in der Region – und ein gutes Gefühl für alle, die in Alpen und Umgebung leben.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!