Falsche Polizisten erbeuten in Meerbusch Gold im sechstelligen Wert von einem Senior. Die Kripo sucht Zeugen – alle Details zur perfiden Betrugsmasche hier.
Stellt euch vor, ihr bekommt einen Anruf und am anderen Ende meldet sich jemand, der behauptet, Polizist zu sein. Genau das ist einem 87-jährigen Mann aus Meerbusch passiert – mit einem richtig bitteren Ende.1 Die Masche der Telefonbetrüger war so dreist wie durchdacht, und am Ende war Gold im sechstelligen Wert weg.
Am Dienstag, den 3. November, klingelte gegen 11 Uhr das Telefon bei dem Senior. Ein vermeintlicher Polizeibeamter erzählte ihm eine Geschichte, die sich wirklich real anhörte: Das Schließfach des Mannes sei nicht mehr sicher, weil eine Bande gemeinsam mit Bank-Mitarbeitern einen Überfall plane.1 Klingt erstmal nach einem schlechten Krimi-Plot, oder? Aber genau mit solchen Horror-Szenarien arbeiten diese Betrüger, um Panik zu erzeugen.
Der Mann wurde aufgefordert, sein Gold von der Bank zu holen, damit die „Polizei“ es angeblich auf Echtheit überprüfen könne. Gegen 16 Uhr tauchte dann wie abgesprochen ein Abholer an der Greifswalder Straße auf. Der Typ gab sich ebenfalls als Polizist aus und zeigte kurz einen gefälschten Dienstausweis auf seinem Handy.1 Der Senior übergab daraufhin Goldmünzen und Feingold – in der festen Annahme, alles richtig zu machen.
Der Betrüger erklärte noch, dass ein Kollege die Wertsachen in einem Fahrzeug auf der Wasserstraße prüfen würde und er gleich wiederkomme. Tja – kam er natürlich nicht. Als der Mann merkte, dass niemand zurückkehrte, ging ihm ein Licht auf und er verständigte die echte Polizei.1
Die Kriminalpolizei sucht jetzt dringend nach Zeugen. Beschrieben wird der Täter als männlich, etwa 20 bis 25 Jahre alt, circa 185 bis 190 Zentimeter groß, mit schlanker Statur, kurzen dunklen Haaren und südländischem Erscheinungsbild. Er trug dunkle Bekleidung.1
Wer Hinweise geben kann, meldet sich beim Kriminalkommissariat 12 unter der Telefonnummer 02131 300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de.1
Diese Betrugsart funktioniert leider immer wieder, weil die Täter psychologisch extrem geschickt vorgehen. Mit gefälschten Ausweisen, Druck und einer Geschichte, die logisch klingt, bringen sie vor allem ältere Menschen dazu, wertvolle Besitztümer freiwillig herauszugeben. Wichtig zu wissen: Die echte Polizei fragt NIEMALS am Telefon nach Wertsachen, Bargeld oder Gold und schickt auch keine „Abholer“ vorbei.
Falls ihr selbst einen verdächtigen Anruf bekommt, bei dem sich jemand als Polizeibeamter ausgibt und nach Vermögenswerten fragt – einfach auflegen und die 110 wählen. Lieber einmal zu oft nachfragen, als am Ende um sein Erspartes gebracht zu werden.
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