Feuerwehr Gangelt trainiert mit echter Hitze: Bei einer Realbrandausbildung mit mobiler Übungsanlage lernen junge Einsatzkräfte unter Extrembedingungen fürs…
Stell dir vor, du stehst in einem Raum, der sich innerhalb von Minuten von Zimmertemperatur zu einem lodernden Inferno entwickelt. Genau das haben junge Feuerwehrleute aus Gangelt am Wochenende durchgemacht – natürlich unter Aufsicht und mit vollem Schutz, aber trotzdem brutal echt.1 Denn eins ist klar: Egal wie gut die Theorie sitzt, die Hitze und den Stress eines echten Feuers kann keine Powerpoint-Folie simulieren.
Die Feuerwehren aus Gangelt und Selfkant haben sich deshalb zusammengetan und eine Realbrandausbildung organisiert. Initiator Heiko Dreßen konnte dabei ein echtes Highlight an Land ziehen: Gemeinsam mit der Firma Feuercon aus Erkrath wurde am Bauhof der Gemeinde Gangelt eine rund 60 Quadratmeter große, feststoffbefeuerte mobile Übungsanlage aufgebaut.1 Statt also wie in den Vorjahren weite Strecken zu anderen Ausbildungsstätten zu fahren, kam die Anlage dieses Mal direkt zu den Einsatzkräften nach Gangelt.
Los ging’s entspannt: In einem der Container starteten die Teilnehmenden bei normaler Zimmertemperatur, ausgerüstet mit schwerem Atemschutz. Dann wurde ein Holzstapel angezündet – und die Truppe konnte live mitverfolgen, wie sich der Brand immer weiter entwickelte.1 Als der Rauch im Raum alle brennbaren Gegenstände erfasst hatte, zeigten die Ausbilder, wie sich eine Rauchgasdurchzündung verhält und wie man sie in den Griff bekommt. Immer wieder kam es dabei zu sogenannten Rollovers – Flammenzungen, die über die Köpfe der Teilnehmenden hinwegzogen. Die Temperaturen, die dabei entstanden, entsprachen tatsächlich denen eines echten Zimmerbrands.1
Im zweiten Teil der Ausbildung ging’s dann richtig zur Sache: Unter schwerem Atemschutz mussten die Teilnehmenden eine aufgeheizte Wohnung nach vermissten Personen und weiteren Gefahren durchsuchen. Der dichte Brandrauch machte die Sicht dabei fast unmöglich.1 Nach der Übung waren alle sichtlich geschafft – aber eben auch um jede Menge Erfahrung reicher.
Auch der Leiter der Feuerwehr Gangelt, Günter Paulzen, war vor Ort und zeigte sich beeindruckt von der Qualität und Motivation der Ausbilder.1 Besonders praktisch: Das Gelände am Bauhof bot ideale Voraussetzungen für Logistik und Infrastruktur, sodass die mobile Anlage diesmal direkt nach Gangelt kommen konnte, statt dass die Truppe wie sonst üblich zu einer externen Ausbildungsstätte fahren musste.1 Paulzen und Dreßen waren sich einig: Diese Art von Realbrandausbildung trägt enorm zur Sicherheit der Einsatzkräfte bei. Jetzt liegt es an den Teilnehmenden, das Gelernte mit in ihre Löscheinheiten zu nehmen und dort weiterzugeben.
Diese Aktion zeigt mal wieder, wie viel Herzblut und Engagement in der ehrenamtlichen Feuerwehrarbeit steckt. Während viele von uns höchstens mal beim Grillen mit Rauch in Berührung kommen, stellen sich diese jungen Einsatzkräfte freiwillig echten Flammen und Extrembedingungen – nur damit sie im Ernstfall genau wissen, was zu tun ist. Respekt an alle, die sich hier reinhängen und unsere Region ein Stück sicherer machen.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!