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Sicherheitsgefühl in Dortmund: Neue App und mehr Polizeipräsenz
21. Oktober 2026

Dortmund setzt auf mehr Sicherheit: Mit der neuen App LINa könnt ihr euer Sicherheitsgefühl im Viertel melden, während die Polizei ihre Kontrollbilanz zieht.

Wie sicher fühlt ihr euch eigentlich in eurem Viertel?

Egal ob City oder Randbezirk – das Sicherheitsgefühl ist für viele ein großes Thema. Die Stadt Dortmund hat das erkannt und reagiert jetzt mit einer eigenen App. Gleichzeitig zieht die Polizei Dortmund Bilanz zu ihren aktuellen Kontrollmaßnahmen. Wir fassen euch zusammen, was gerade in Sachen Sicherheit in Dortmund passiert.

LINa: Die neue App für mehr Mitsprache

Ab sofort können Dortmunderinnen und Dortmunder ihre Eindrücke zum eigenen Wohnumfeld direkt per App mit der Stadt teilen. Wie die Stadt Dortmund mitteilt, heißt das neue Tool LINa, kurz für „Lokaler Informationsmelder zum Nahraum“. Die App ist direkt in der Stadt Dortmund-App zu finden und lässt euch Meldungen zu fünf Themenfeldern abgeben: Sicherheitsgefühl, Wohnumfeld und Mitgestaltung, Aufenthaltsqualität, Wege und Orientierung sowie Krisenvorsorge.

Das Prinzip ist simpel: Ihr wählt ein Themenfeld aus, gebt an, welche Wahrnehmungen ihr mit einem bestimmten Ort verbindet – positiv wie negativ – und könnt das Ganze zusätzlich in einem Freitext beschreiben. Die Stadt Dortmund erklärt, dass die App euch danach auch informiert, was mit eurer Meldung passiert.

Grundlage für LINa waren sogenannte Quartierslabore, die in allen zwölf Dortmunder Stadtbezirken stattfanden. Dort konnten Bürgerinnen und Bürger bereits benennen, welche Orte sie als sicher oder unsicher empfinden und was ihr Quartier lebenswert macht. Auf Wunsch der Politik wurde das Angebot danach nochmal vereinfacht, damit möglichst viele Menschen mitmachen können.

Was mit den Meldungen passiert

Die über LINa eingehenden Meldungen werden laut Stadt Dortmund anonymisiert ausgewertet und mit weiteren Infos abgeglichen, etwa zu Polizeieinsätzen, Sozialraumdaten oder Kriminalitätsstatistiken. So soll die Stadt frühzeitig erkennen, wo Handlungsbedarf besteht, und gezielt dort aktiv werden können, wo es den Menschen vor Ort am meisten nutzt.

Oberbürgermeister Alexander Kalouti wird von der Stadt Dortmund zitiert: Sicherheit sei das zentrale Thema der Menschen in der Stadt. Mit LINa erhalte man ein noch besseres Bild davon, wie Menschen ihre Quartiere wahrnehmen – diese Eindrücke sollen die vorhandenen Daten ergänzen und helfen, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen.

Polizei zieht Bilanz: Mehr Kontrollen in Innenstadt und Nordstadt

Parallel zur neuen App läuft auch die Arbeit der Polizei Dortmund auf Hochtouren. Die Polizei Dortmund berichtet, dass vom 1. bis 7. Oktober im Rahmen der Präsenzkonzeption „Fokus“ verstärkt Personen und Fahrzeuge in der Innenstadt und der Nordstadt kontrolliert wurden. Mit Fußstreifen zeigten die Einsatzkräfte zusätzlich Präsenz an polizeilich relevanten Orten – teils in Uniform, teils zivil. Unterstützt wurde die Dortmunder Polizei dabei erneut von der Bereitschaftspolizei NRW.

Bei den Kontrollen kam einiges zusammen: Mehrere Personen mit offenen Haftbefehlen wurden festgenommen, Drogenhandel aufgedeckt und Bargeld zur präventiven Gewinnabschöpfung sichergestellt. Auch im Bereich der Messergewalt wurde kontrolliert – laut Polizei Dortmund wurden hier insgesamt mehr als 70 Personen überprüft, zudem gab es zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen mit Bezug zum Waffengesetz.

Insgesamt sprachen die Einsatzkräfte seit dem 1. Oktober im Rahmen von „Fokus“ und der Messergewalt-Bekämpfung mehr als 54 Platzverweise aus und fertigten über 30 Strafanzeigen. Es kam zu mehreren Festnahmen und mehr als zehn Sicherstellungen. Außerdem führte die Polizei über 200 Bürgergespräche. Die Polizei Dortmund kündigt an, die Präsenzkonzeption „Fokus“ auch künftig konsequent fortzuführen.

Fazit: Zwei Bausteine für mehr Sicherheit

Ob App oder verstärkte Polizeipräsenz – beide Maßnahmen zielen in dieselbe Richtung: Die Stadt Dortmund und die Polizei wollen besser verstehen, wo sich Menschen unsicher fühlen, und dort gezielter handeln. Mit LINa bekommt ihr jetzt ein direktes Sprachrohr, um eure Eindrücke aus dem eigenen Viertel loszuwerden – egal ob aus der City oder einem Randbezirk.

Quellen


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