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Falscher Polizist räumt Brühler ab: So lief der dreiste Betrug
28. Oktober 2026

Falscher Polizist ergaunert in Brühl Wertgegenstände mit dreister Masche. Die Polizei sucht Zeugen und gibt wichtige Tipps zum Schutz vor Betrügern am Telefon.

Wenn der angebliche Polizist am Telefon zum Betrüger wird

Stellt euch vor, ihr bekommt einen Anruf, jemand gibt sich als Polizeibeamter aus und erzählt euch eine Story, die sich erstmal total plausibel anhört. Genau das ist einem Mann aus Brühl passiert – und am Ende war er seine Wertgegenstände los. Die Polizei Rhein-Erft-Kreis sucht jetzt nach Zeugen, die was gesehen haben könnten1.

Die fiese Masche im Detail

Am Dienstag, den 27. Oktober, klingelte gegen 13 Uhr das Telefon bei einem Brühler. Am anderen Ende: ein angeblicher Polizeibeamter mit einer Geschichte, die richtig gut erfunden war. Er erzählte von einem flüchtigen Einbrecher, der sich angeblich in der Nähe rumtreiben würde. Die Bitte des Anrufers: Der Geschädigte solle Wertgegenstände als eine Art Köder vor seine Wohnung legen, damit man dem Täter eine Falle stellen könne1.

Und tatsächlich – der Mann glaubte die Geschichte und packte Münzen in einen Stoffbeutel, den er vor sein Haus an der Wittelsbacherstraße legte. Der falsche Polizeibeamte hielt ihn währenddessen mit mehreren Telefongesprächen bei der Stange, bis gegen 15.30 Uhr dann der Gesuchte auftauchte und einfach mit dem Beutel abhaute1.

Nach wem wird gesucht?

Erst als der Beutel weg war, checkte der Geschädigte, dass er gerade reingelegt wurde, und rief die echte Polizei. Die alarmierten Kräfte fertigten eine Strafanzeige1.

Gesucht wird nun ein Mann, auf den folgende Beschreibung passt:

  • etwa 170 Zentimeter groß
  • kurze Haare
  • blaue Daunenjacke

Das Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen übernommen und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer was beobachtet hat, kann sich telefonisch unter 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de melden1.

So schützt ihr euch vor solchen Maschen

Diese Betrugsmasche ist leider kein Einzelfall, und die Polizei gibt deshalb ein paar klare Tipps, die ihr euch merken solltet:

  • Gebt niemals Infos zu Wertgegenständen, Bargeld oder Bankkonten an Anrufer raus
  • Echte Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Amtsträger verlangen NIE die Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen
  • Lasst keine Unbekannten in eure Wohnung und übergebt nichts an fremde Personen
  • Lasst euch nicht unter Druck setzen – einfach auflegen
  • Wenn ihr unsicher seid: Ruft bei der Behörde zurück, von der die Person angeblich kommt – aber sucht euch die Nummer selbst raus
  • Meldet verdächtige Anrufe immer der Polizei unter 110, auch wenn ihr den Betrug selbst durchschaut habt

Letzter Punkt ist besonders wichtig: Auch wenn ihr den Braten gerochen habt und keinen Cent rausgerückt habt, lohnt sich die Meldung. So kann die Polizei nach den Tätern fahnden und andere Menschen vor dem gleichen Schicksal bewahren1.

Fazit

Der Fall aus Brühl zeigt mal wieder, wie dreist und gleichzeitig raffiniert solche Betrugsmaschen sein können. Eine erfundene Geschichte, ein bisschen Druck am Telefon – und schon ist das Vertrauen ausgenutzt. Bleibt also wachsam, hinterfragt ungewöhnliche Anrufe kritisch und gebt niemals Wertgegenstände an fremde Personen raus. Wer Hinweise zu dem gesuchten Mann hat, sollte sich unbedingt bei der Polizei Rhein-Erft-Kreis melden.

Quellen

  1. 261028-1: Brühler um Wertgegenstände betrogen – Zeugensuche – Polizei NRW


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