Falschgeld auf Ebay-Kleinanzeigen: In Dortmund-Lanstrop hat die Polizei zwei Brüder geschnappt – mit gestohlenen Handys und Falschgeld im vierstelligen Bereich.
Stell dir vor: Du verkaufst dein Handy und bekommst Falschgeld dafür – und kurze Zeit später taucht genau dein Gerät wieder auf Ebay-Kleinanzeigen auf. Genau das ist einer 28-Jährigen aus Bergkamen passiert. Doch statt das einfach hinzunehmen, wurde sie selbst zur Detektivin. Und das mit Erfolg!1
Die Frau hatte ihr hochwertiges Mobiltelefon über Ebay-Kleinanzeigen verkauft. Der Käufer zahlte – aber mit gefälschten Scheinen. Kurz danach entdeckte sie ihr eigenes Handy erneut auf der Plattform, diesmal in einem neuen Verkaufsangebot. Sie nahm Kontakt zum Verkäufer auf, vereinbarte ein Treffen in Dortmund-Lanstrop und informierte die Polizei. Die Beamten waren beim Treffen dabei – und dort warteten zwei Brüder aus Dortmund im Alter von 18 und 21 Jahren.1
Der 18-Jährige, gegen den sich der Tatverdacht richtete, stimmte einer freiwilligen Wohnungsdurchsuchung zu. Und die hatte es in sich.1
Bei der Durchsuchung stießen die Einsatzkräfte auf eine ganze Menge:1
Wie ist das alles in diese Wohnung gekommen? Genau das klären jetzt die Ermittler.1
Das Perfide: Die Masche scheint System zu haben. Nach aktuellem Stand hat das Polizeipräsidium Dortmund in den vergangenen Tagen mindestens vier Taten nach demselben Muster registriert. Die Tatverdächtigen kauften dabei hochwertige Mobiltelefone und Zubehör über Ebay-Kleinanzeigen – und bezahlten jedes Mal mit Falschgeld. Auch im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Unna wurde mindestens eine vergleichbare Tat festgestellt, die möglicherweise mit dem 18-Jährigen in Verbindung steht.1
Gegen den jungen Mann wurden Ermittlungsverfahren wegen Betrugs, Hehlerei und Inverkehrbringens von Falschgeld eingeleitet. Nach Rücksprache mit der Kriminalwache wurde er anschließend vor Ort entlassen. Die Ermittlungen dauern an.1
Dieser Fall zeigt, wie wichtig es ist, beim privaten Online-Verkauf aufmerksam zu sein. Wer sein Smartphone oder andere Wertsachen verkauft, sollte Geldscheine im Zweifelsfall genau prüfen – am besten mit einem Stift oder unter UV-Licht. Und wer das eigene Gerät plötzlich wieder online entdeckt, sollte sofort die Polizei einschalten. Die Bergkamenerin hat mit ihrer Aufmerksamkeit und Courage nicht nur ihr Handy zurückbekommen, sondern auch dazu beigetragen, dass die Beamten gleich mehrere Fälle aufklären können.1
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