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Fünf Haftbefehle und zwei Schleuser geschnappt: Bundespolizei räumt in Aachen auf
5. Oktober 2026

Fünf Haftbefehle vollstreckt, zwei Schleuser geschnappt: Die Bundespolizei Aachen zieht am Wochenende bei Grenzkontrollen eine beeindruckende Bilanz.

Dicker Fang am Wochenende in Aachen

Richtig was los war am Wochenende bei der Bundespolizei in Aachen. Im Rahmen der wiedereingeführten Grenzkontrollen konnten die Beamten gleich fünf Haftbefehle vollstrecken und zwei Schleusungen stoppen.1 Klingt nach nem ruhigen Wochenende? War es definitiv nicht.

Von Körperverletzung bis Betrug: Die Haftbefehle im Überblick

Los ging’s am Samstagmorgen im Aachener Hauptbahnhof: Ein 37-jähriger Rumäne wurde kontrolliert und es stellte sich raus, dass er per internationalem Haftbefehl wegen Körperverletzung und Beleidigung gesucht wurde. Die Strafe in Rumänien: ein Jahr, vier Monate und zehn Tage Haft. Ob er wirklich ausgeliefert wird, steht aktuell noch nicht fest.1

Direkt danach schnappten sich die Beamten auf der A4 einen 33-jährigen Deutschen, der aus den Niederlanden einreiste. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Köln wegen Betrugs vor – 71 Tage Haft oder über 4.350 Euro Geldstrafe standen im Raum. Dazu kamen noch zwei Vermögensabschöpfungen anderer Staatsanwaltschaften. Von den 700 Euro Bargeld, die er dabei hatte, wurden 600 Euro direkt eingezogen.1

Am Sonntagnachmittag folgte die nächste Kontrolle: Ein 26-jähriger Syrer wollte auf der A44 nach Belgien ausreisen, hatte aber einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankenthal am Hals. Die Geldstrafe von über 500 Euro konnte er zum Glück begleichen, sodass er weiterreisen durfte.1

Wenig später erwischte es einen 22-jährigen Algerier bei der Einreise aus den Niederlanden. Gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz vor, dazu noch fünf Aufenthaltsermittlungen wegen diverser Straftaten. Da er weder legalen Aufenthalt noch festen Wohnsitz in Deutschland hat und die Geldstrafe nicht zahlen konnte, wurde er festgenommen.1

In der Nacht zu Montag folgte dann noch Fall Nummer fünf: Eine 31-jährige Deutsche wurde nach der Einreise aus den Niederlanden über die A4 kontrolliert. Wegen Diebstahls sollte sie 43 Tage absitzen oder 860 Euro zahlen – da sie nicht zahlen konnte, ging’s für sie in den Gewahrsam.1

Schlag gegen zwei Schleuser

Neben den Haftbefehlen gab’s auch noch einen echten Erfolg im Kampf gegen Schleusungskriminalität. Bei der ersten Schleusung reiste eine 39-jährige Französin über die A44 aus Belgien ein. Mit im Auto saßen ein 32-jähriger Ivorer, der sich nur mit Reisepass ausweisen konnte, sowie eine 49-Jährige mit einem französischen Aufenthaltstitel und dem Foto eines abgelaufenen Reisepasses. Beide waren unerlaubt eingereist. Die 49-Jährige wurde zurückgewiesen, der 32-Jährige vorläufig festgenommen, um ihn zurückzuführen.1

Am Samstagabend gab’s dann noch Fall zwei: Ein 42-jähriger Belgier reiste mit seinem 31-jährigen syrischen Bekannten von Belgien nach Deutschland ein. Der Syrer hatte keine gültigen Papiere dabei – und der Belgier war schon mal als Schleuser-Helfer aufgefallen. Diesmal wurde er zur Anzeige gebracht, durfte anschließend aber mit seinem Freund Richtung belgische Grenze weiterfahren.1

Fazit: Grenzkontrollen zeigen Wirkung

Das Wochenende zeigt mal wieder ziemlich deutlich, wie wichtig die wiedereingeführten Grenzkontrollen für die Bundespolizei sind. Fünf Haftbefehle und zwei vereitelte Schleusungen an nur zwei Tagen – da waren die Beamten in Aachen echt am Start. Für alle, die regelmäßig über die Grenze pendeln, heißt das: Augen auf, die Kontrollen laufen weiter.

Quellen

  1. BPOL NRW: Schlag gegen Schleuser – Bundespolizei nimmt 2 Schleuser vorläufig fest und vollstreckt 5 Haftbefehle


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