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Gefährliche Falle: In Engelskirchen über Social Media in Hinterhalt gelockt
26. August 2026

In Engelskirchen wurden zwei Männer nach Verabredungen über Social Media brutal überfallen. Die Polizei sucht Zeugen und gibt wichtige Sicherheitstipps.

Vorsicht: Diese Masche ist brutal – und sie passiert zweimal an einem Wochenende

Was wie ein harmloses Kennenlernen über Social Media beginnt, endet für zwei junge Männer aus der Region in einem Albtraum. Am vergangenen Wochenende kam es gleich zweimal in Engelskirchen zu gefährlichen Überfällen – und beide Male lief die Sache nach demselben erschreckenden Muster ab. Die Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis hat jetzt die Details bekannt gegeben und sucht dringend Zeugen.1

Fall 1: Waffe, Maske, Gruppe – der 27-Jährige hatte riesiges Glück

Ein 27-jähriger Mann aus Gummersbach hatte sich über eine Social-Media-Plattform mit einer Frau angeschrieben. Nach wochenlangem Chat verabredeten sich die beiden für Samstag, den 22. August. Gegen 20:40 Uhr trafen sie sich in Engelskirchen – doch das Treffen entwickelte sich schnell zur echten Bedrohung.1

Gemeinsam fuhren sie zu einem Parkplatz im Wald in der Nähe des Oelchenweges. Plötzlich schlug eine unbekannte Frau von außen gegen sein Auto. Als der 27-Jährige ausstieg, schnappte ihn eine männliche Person – und dann kamen die anderen: rund sechs Personen, die auf ihn eintraten. Einer von ihnen richtete sogar eine Schusswaffe auf ihn. Nur knapp konnte sich der Mann in seinen Pkw flüchten und davonfahren. Seine Uhr und sein Handy verschwanden in dem Chaos.1

Die Frau, mit der er verabredet war, wird wie folgt beschrieben: etwa 18 Jahre alt, circa 1,65 Meter groß, blonde lange Haare, korpulente Statur, schwarzes Oberteil mit schwarzer Kapuzenjacke und hellgrauer Hose. Eine weitere weibliche Person aus der Gruppe war etwa 20 bis 21 Jahre alt und circa 1,60 Meter groß. Die männlichen Tatverdächtigen waren etwa 20 bis 30 Jahre alt, trugen dunkle Kleidung sowie schwarze und weiße Masken.1

Fall 2: In den Fluss gestoßen – der 19-Jährige hat alles verloren

Nur einen Tag später, am Sonntag, dem 23. August, tappte ein 19-Jähriger aus Engelskirchen in dieselbe Falle. Er verabredete sich über Social Media mit einer vermeintlich weiblichen Person am Spielplatz in der Hüttenstraße. Als er gegen 16 Uhr dort ankam, näherten sich ihm acht bis zehn männliche Jugendliche.1

Was folgte, war brutal: Sie schoben und drängten ihn zu einer Hütte entlang des Geh- und Radweges, beschimpften und beleidigten ihn dort – und schlugen und traten auf ihn ein. Anschließend nahmen sie ihm seine Geldbörse ab und warfen sie in den nahegelegenen Fluss. Den 19-Jährigen stießen sie ebenfalls ins Wasser, bevor sie flohen.1

Was steckt dahinter? Und wie kannst du dich schützen?

Beide Fälle zeigen ein erschreckendes Muster: Junge Männer werden über Social Media kontaktiert, in eine romantische Situation gelockt – und dann von einer Gruppe attackiert und beraubt. Diese sogenannte „Lovebait“-Masche ist heimtückisch, weil sie auf Vertrauen und Neugier setzt.

Ein paar Dinge, die du unbedingt beachten solltest, wenn du dich mit jemandem verabredest, den du nur online kennst:

  • Triff dich immer an einem belebten, öffentlichen Ort – niemals abgelegen oder im Wald.
  • Sag einer Vertrauensperson, wo du hingehst und mit wem.
  • Vertraue deinem Bauchgefühl: Wenn etwas komisch wirkt, brich das Treffen ab.
  • Lass niemanden wissen, was du bei dir hast – Uhr, Handy, Geldbörse.

Polizei sucht Zeugen – meld dich!

Die Ermittlungen laufen beim Kriminalkommissariat Wipperfürth. Wer Hinweise zu einem der beiden Vorfälle hat, sollte sich unbedingt melden – unter der Telefonnummer 02261 8199-0 oder per E-Mail an poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de.1

Beide Fälle sind ein deutlicher Weckruf: Social Media kann ein toller Ort sein, um neue Leute kennenzulernen – aber Vorsicht ist immer besser als Nachsicht. Bleib aufmerksam, bleib sicher.

Quellen

  1. POL-GM: Nach Verabredung über Social Media angegriffen – Presseportal / Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis


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