Erneut Glätte-Chaos auf der Ruhrtalbrücke: Fünf Unfälle hintereinander, drei Verletzte. Alle Infos zum Update des Massenunfalls bei Essen auf Antenne NRW.
Kaum ist der erste Schreck vorbei, geht’s direkt weiter: Wie wir bereits in einem früheren Beitrag berichtet haben, sorgte Glatteis auf der Ruhrtalbrücke schon für einen Massenunfall mit sechs bis sieben Autos. Jetzt gibt’s ein Update – und das hat es in sich: Am frühen Samstagmorgen hat’s auf der A 52 bei Mülheim in Fahrtrichtung Essen erneut richtig gekracht. Dieses Mal nicht nur einmal, sondern gleich fünf Mal hintereinander.1
Um 05:48 Uhr ging’s los: Ein 25-Jähriger verlor mit seinem Smart die Kontrolle und krachte gegen eine Stahlwand auf der Brücke. Er blieb unverletzt, aber während die Polizei den Unfall noch aufnahm, geriet direkt der nächste Wagen ins Schleudern. Ein 23-jähriger VW-Golf-Fahrer touchierte ebenfalls erst die Stahlwand, dann eine Betonwand – er wurde leicht verletzt.1
Und damit war noch nicht Schluss: Kurz darauf fuhr ein 79-Jähriger mit seinem Audi auf den Seat einer 45-Jährigen auf. Beide blieben zum Glück unverletzt. Dann krachte ein 53-jähriger VW-Golf-Fahrer in den Renault Megane eines 40-Jährigen, der wegen der vorherigen Unfälle auf der Fahrbahn stand. Die Wucht war so groß, dass der Renault gegen einen weiteren VW und sogar gegen den unbesetzten Streifenwagen der Polizei geschoben wurde. Eine 48-jährige Beifahrerin und der 40-Jährige aus dem Renault mussten leicht verletzt ins Krankenhaus.1
Zu guter Letzt kam noch ein 29-jähriger VW-Touran-Fahrer bei der Annäherung an die Unfallstelle von der Fahrbahn ab und touchierte einen Bordstein – er blieb unverletzt.1
Nachdem erneut gestreut wurde, konnte die Sperrung um 08:15 Uhr größtenteils aufgehoben werden. Bis die Unfallstelle komplett geräumt war, hat die Polizei den Verkehr in Richtung Essen auf einem Fahrstreifen vorbeigeleitet – das hat bis 10:25 Uhr gedauert.1
Was beide Vorfälle auf der Ruhrtalbrücke zeigen: Brücken frieren einfach schneller zu als normale Straßen.2 Wenn’s draußen kalt wird, lohnt sich also doppelte Vorsicht – gerade auf erhöhten Streckenabschnitten. Insgesamt wurden bei den fünf Unfällen drei Personen leicht verletzt, größere Blessuren blieben aber allen Beteiligten erspart. Trotzdem ein ziemlich nerviger Start in den Samstag für alle, die Richtung Essen unterwegs waren.
Zwei Glätte-Ereignisse an derselben Stelle innerhalb kurzer Zeit – das ist kein Zufall, sondern zeigt, wie tückisch Brücken bei Frost sein können. Wer in den kommenden Wochen über die Ruhrtalbrücke fährt, sollte bei Minusgraden lieber etwas runter vom Gas gehen. Sicherheit geht vor, auch wenn’s mal eilig ist.
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