Nach einer Körperverletzung am Bochumer Hauptbahnhof schnappt die Bundespolizei den Tatverdächtigen am Bahnhof Witten. Alle Details zum Vorfall findest du hier.
Nicht gerade der entspannteste Feierabend für alle Beteiligten: Am Bochumer Hauptbahnhof ist es am 6. November zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen.1 Gegen 23:25 Uhr soll ein 30-jähriger Mann einem gleichaltrigen Deutschen auf Bahnsteig 4 mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben – und zwar genau während des Einstiegs in die Regionalbahn 40.1 Kein schöner Start in die Zugfahrt, so viel steht fest.
Der Geschädigte hat ziemlich schnell reagiert und direkt nach dem Vorfall die Polizei über den Notruf verständigt.1 Laut ersten Erkenntnissen befand sich der mutmaßliche Schläger zu dem Zeitpunkt noch im selben Zug.1 Für die Einsatzkräfte bedeutete das: ran an den Zug, bevor der Verdächtige abtauchen kann. Und tatsächlich klappte das – am Bahnhof Witten konnten die Beamten sowohl den Deutschen als auch den Tatverdächtigen antreffen.1
Bei der anschließenden Kontrolle zeigte sich, dass der Geschädigte Rötungen und Verletzungen im Bereich der rechten Gesichtshälfte davongetragen hatte.1 Eine ärztliche Versorgung wollte er aber nicht in Anspruch nehmen.1 Der 30-Jährige wiederum äußerte sich nach erfolgter Belehrung nicht zu den Vorwürfen – sein gutes Recht, aber für die Aufklärung natürlich nicht gerade hilfreich.1
Die Bundespolizisten machten vor Ort Lichtbilder und ließen beide Männer getrennt voneinander wieder gehen.1 Für den in Hagen wohnhaften Tatverdächtigen gab es allerdings noch einen Platzverweis obendrauf.1 Die Bundespolizei hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet – die Sache ist also noch nicht ausgestanden.1
Der Vorfall in Bochum reiht sich leider in eine Serie ähnlicher Meldungen aus den letzten Tagen ein. Erst kurz zuvor hatte die Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof einen Angriff auf einen Mitarbeiter der DB Sicherheit gemeldet, bei dem eine Frau Passanten beleidigte und einem Sicherheitsmitarbeiter gegen den Oberschenkel trat.1 Solche Situationen zeigen mal wieder, wie wichtig schnelles Handeln und eine funktionierende Notrufkette sind – sowohl für Betroffene als auch für die Einsatzkräfte vor Ort.
Was bleibt, ist die Erinnerung daran: Wer Zeuge oder Opfer eines Übergriffs an Bahnhöfen oder in Zügen wird, sollte nicht zögern und direkt die Polizei verständigen. Im Fall von Bochum hat genau das dazu geführt, dass der mutmaßliche Täter noch am selben Abend gefasst werden konnte.
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