Am Hauptbahnhof Paderborn hat die Bundespolizei einen 32-Jährigen verhaftet, der wegen Vergewaltigung verurteilt wurde und sich der Haft entzogen hatte.
Ein ungewöhnlicher Freitagabend am Hauptbahnhof Paderborn: Einsatzkräfte der Bundespolizei haben dort am 11. September einen 32-jährigen Mann verhaftet, der per Haftbefehl gesucht wurde. Was den Fall besonders macht? Der Mann verriet sich quasi selbst – durch sein auffälliges Verhalten.1
Als die uniformierten Beamten am Haupteingang erschienen, starrte der Mann sie laut Polizeiangaben mehrfach an und versuchte anschließend, sich aus ihrem Sichtbereich zu entfernen. Dieses Verhalten machte die Bundespolizisten natürlich hellhörig – eine Kontrolle folgte auf dem Fuß.1
Bei der Überprüfung stellte sich schnell heraus, warum der 32-Jährige so nervös reagierte: Das Amtsgericht Höxter hatte den deutschen Staatsangehörigen im Oktober 2023 wegen Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten verurteilt.1
Das Problem: Er hatte sich der Strafvollstreckung entzogen. Die Staatsanwaltschaft Paderborn erließ daraufhin einen Haftbefehl. Am Freitagabend holte ihn die Bundespolizei am Paderborner Hauptbahnhof ein – das Versteckspiel war damit beendet.1
Nach der Festnahme gab es für den 32-Jährigen keinen Umweg mehr: Er wurde noch am selben Abend zur Verbüßung seiner Haftstrafe in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.1
Der Fall zeigt einmal mehr, wie aufmerksam die Bundespolizei auch im alltäglichen Bahnhofsbetrieb ist. Ein kurzer nervöser Blick, ein Schritt zur Seite – und schon schnappt die Kontrolle zu. Für Gesuchte gilt also: Der Versuch, sich unauffällig zu verhalten, wirkt oft genau das Gegenteil.
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