In der S9 am Hauptbahnhof Essen schlug ein 35-Jähriger mit einem Krückstock auf eine Zugtür und bedrohte Zugbegleiter. Die Bundespolizei nahm ihn fest.
Was für ein Schreck für die Zugbegleiter der S9: In der Nacht vom 24. Juli schlug ein Mann in der S-Bahn am Hauptbahnhof Essen mit einem Krückstock gegen eine Zugtür, bedrohte das Bahnpersonal und sorgte für einen Großeinsatz der Bundespolizei. Der Vorfall zeigt wieder mal, wie gefährlich der Alltag für Bahnmitarbeiter sein kann.1
Gegen 00:40 Uhr ging bei der Bundespolizei ein Notruf eines Lokführers ein. Laut erster Einschätzung soll der Mann mit einer Eisenstange um sich geschlagen haben. Als die Einsatzkräfte am Bahnsteig 10 eintrafen, fanden sie den 35-jährigen kroatischen Staatsangehörigen – wohnungslos – mit einem Krückstock in der Hand im Fahrzeug vor.1
Zwei Zugbegleiter im Alter von 29 und 44 Jahren schilderten den Beamten, was passiert war: Der 35-Jährige hatte zuvor mit dem Stock gegen eine Zugtür geschlagen. Als sie ihn aufforderten, damit aufzuhören, drehte er sich gegen sie – er bedrohte die beiden Männer und schwang den Krückstock gezielt in ihre Richtung. An der Zugtür wurden außerdem Sachbeschädigungen festgestellt.1
Der Aggressor zeigte keinerlei Einsicht und ließ sich auch nicht beruhigen. Die Beamten drohten ihm den Einsatz von unmittelbarem Zwang an. Um weitere Gefährdungen zu verhindern, brachten sie den Mann schließlich zu Boden und fesselten ihn.1
Danach ging es mit zur Dienststelle: Dort wurde der 35-Jährige einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterzogen. Nach Abschluss aller strafprozessualen Maßnahmen brachten die Beamten ihn zur Verhinderung weiterer Straftaten in das zentrale Polizeigewahrsam in Essen.1
Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet – und das gleich wegen mehrerer Vergehen:1
Dieser Vorfall ist leider kein Einzelfall. Bahnmitarbeiter und Fahrgäste sind immer wieder mit aggressiven Personen konfrontiert – und genau dafür ist die Bundespolizei da. Gut zu wissen: Wer in einer solchen Situation Zeuge wird, sollte sofort den Notruf 110 wählen und die Polizei informieren. Genau das hat hier der Lokführer getan – und damit dafür gesorgt, dass die Situation schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.1
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