In Geldern wurden über 14 Millionen Schmuggelzigaretten sichergestellt – zwei Tatverdächtige sitzen jetzt in Haft.
Was für ein Fund! In einer Lagerhalle in Geldern haben Zollfahnder und die Staatsanwaltschaft Kleve einen riesigen Schlag gegen den Zigarettenschmuggel gelandet. Über 14 Millionen unversteuerte Zigaretten wurden sichergestellt – und zwei Tatverdächtige sitzen jetzt hinter Gittern. Hier erfahrt ihr, wie es dazu kam und was dahintersteckt.1
Alles begann mit einem Hinweis auf ein verdächtiges Fahrzeug. Eine Streife der Polizeiwache Geldern wurde aufmerksam und fuhr zu einer Lagerhalle, wo von außen bereits Ladetätigkeiten zu sehen waren. Vor der Halle trafen die Einsatzkräfte auf einen 41-jährigen rumänischen Staatsangehörigen, der in einem Sattelzug mit rumänischem Kennzeichen saß. Nach seinen eigenen Angaben hatte er die Waren in der Halle angeliefert.1
Als die Beamten ans Hallentor klopften, öffnete ein weiterer Tatverdächtiger – doch gleichzeitig flüchteten zwei weitere Personen aus dem Gebäude. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung blieb leider ohne Erfolg. Die beiden angetroffenen Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen, ein Strafverfahren eingeleitet.1
Nach einer durch das Amtsgericht Kleve angeordneten Durchsuchung machten die Zollfahnderinnen und Zollfahnder den riesigen Fund offiziell: Genau 14.560.300 Zigaretten verschiedener Marken – alle ohne Steuerbanderolen. Das ist eine unfassbare Menge! Zusätzlich wurden vier Mobiltelefone sowie 1.387,03 Euro Bargeld als Beweismittel sichergestellt.1
Die Sicherung der Lagerhalle übernahm zunächst die Kontrolleinheit Verkehrswege Kaldenkirchen des Hauptzollamtes Krefeld, bevor das Zollfahndungsamt Essen die weiteren Ermittlungen an sich zog.1
Am 8. August 2026 wurden die Tatverdächtigen dem Amtsgericht Kleve vorgeführt – auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kleve. Das Gericht erließ Haftbefehl gegen beide. Oberstaatsanwalt Hoppmann, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Kleve, macht klar, warum dieser Fall so ernst genommen wird:1
„Bei den sichergestellten Zigaretten handelt es sich um Tabakwaren, für die die erforderlichen deutschen Verbrauchsteuern nicht entrichtet worden waren. Derartige Fälle verursachen nicht nur erhebliche Steuerschäden, sondern stehen häufig im Zusammenhang mit organisierter Schmuggelkriminalität.“1
Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass Zigarettenschmuggel kein Kavaliersdelikt ist. Hinter solchen Aktionen steckt häufig organisierte Kriminalität – und der Steuerschaden für den Staat ist enorm. Das Zollfahndungsamt Essen führt die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kleve weiter. Wer also glaubt, dass billige Schmuggelzigaretten eine clevere Sache sind: Der Zoll schläft definitiv nicht – und das hat dieser Mega-Fund in Geldern mehr als deutlich bewiesen.1
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