Seit 2016 holt „Kurve kriegen“ in Bochum, Herne und Witten Jugendliche von der schiefen Bahn – über 100 haben bereits eine zweite Chance bekommen.
Stell dir vor, du bist 13 Jahre alt, läufst in die falsche Richtung – und dann ist da jemand, der dich auffängt. Genau das macht die Initiative „Kurve kriegen“ seit zehn Jahren in Bochum, Herne und Witten. Seit dem offiziellen Start am 1. Juli 2016 hat das Team vor Ort bereits mehr als 100 Kinder und Jugendliche unterstützt, bevor es wirklich zu spät war.1
Klingt nach einer Erfolgsstory? Ist es auch. Aber hinter dieser dreistelligen Zahl stecken vor allem echte Menschen, echte Krisen und echte Rückschläge – und genauso echte Erfolge.1
„Kurve kriegen“ ist eine landesweite Präventionsinitiative, die sich gezielt an kriminalitätsgefährdete junge Menschen zwischen acht und achtzehn Jahren richtet. Das Prinzip dahinter: Je früher man eingreift, desto besser. Je jünger die Teilnehmenden sind, desto höher die Chancen, sie wirklich auf einen anderen Weg zu bringen.1
Für die Region Bochum, Herne und Witten arbeitet das „Kurve kriegen“-Team eng mit den örtlichen Jugendämtern, der Jugendgerichtshilfe, dem Jobcenter, Schulen und weiteren Netzwerkpartnern zusammen. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten die Jugendlichen dabei zu Gerichtsterminen, führen Gespräche mit Lehrkräften, Eltern und Geschwistern, helfen bei Bewerbungen, vermitteln Praktika und lösen Konflikte – bevor sie eskalieren.1
Das alles läuft natürlich nicht ohne Unterstützung. Regelmäßige Hilfe kommt von der Overdyck Jugendhilfe. Zuletzt hat der Leo-Club Wanne-Eickel „Dickköppe“ kräftig mitgeholfen: Die 5.000 Euro Erlös aus dem Cranger Kirmes-Kalender gingen direkt an „Kurve kriegen“.1
Auch kreativ wird’s: Ein laufendes Graffiti-Projekt mit einem lokalen Künstler gibt den Jugendlichen einen weiteren Kanal, sich auszudrücken. Und als glaubhafter Botschafter der Initiative war Simon Zoller vom VfL Bochum mit dabei – weil solche Vorbilder aus der eigenen Region einfach mehr bewegen als irgendwelche Plakatkampagnen.1
Was „Kurve kriegen“ von vielen anderen Programmen unterscheidet, ist der langfristige Ansatz. Das Fundament der Arbeit sind Beziehungen, die über viele Jahre wachsen. Für viele Jugendliche ist das Team rund um die Initiative das erste Mal, dass sie echte Stabilität erleben – jemanden, der bleibt, auch wenn’s schwierig wird.1
Das ist kein schnelles Fix-it, sondern Arbeit, die Zeit braucht. Und genau deshalb wirkt sie.
Zehn Jahre „Kurve kriegen“ in Bochum zeigen eindrucksvoll: Wer früh hinschaut und echte Unterstützung anbietet, kann Leben verändern. Mehr als 100 junge Menschen in Bochum, Herne und Witten haben das bereits erlebt.1 Und das Team macht weiter – mit vollem Einsatz. Daumen hoch dafür!
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