Foto wurde mit
KI generiert
Operation „Scheinkind
22. Juli 2026

Cybergrooming ist laut LKA NRW ein echtes Massenphänomen. Operation „Scheinkind

Ermittler gehen als Kinder getarnt auf Tätersuche

„Hey wie jung bist du? Was hast du an Prinzessin?“ – manchmal dauert es kaum eine Minute, bis Täter im Internet Minderjährigen explizite Bilder schicken oder sexuelle Nachrichten verfassen. Was sich dahinter verbirgt, nennt sich Cybergrooming: Erwachsene suchen in bei Kindern beliebten Chats, sozialen Netzwerken und auf Spieleplattformen gezielt Kontakt zu Minderjährigen, um sie sexuell auszubeuten.1

Wie gefährlich dieses Phänomen wirklich ist, haben wir bereits in einem früheren Beitrag zur Operation „Scheinkind“ beleuchtet. Jetzt gibt es neue, erschreckende Erkenntnisse aus NRW.2

Was steckt hinter der Masche?

Die Täter – und auch Täterinnen – gehen dabei erschreckend professionell vor. Manche geben sich als ungefähr gleichaltrig aus, andere inszenieren sich als verständnisvolle Erwachsene. Das Ziel ist aber immer ähnlich: Vertrauen aufbauen, Abhängigkeiten schaffen und Kinder manipulieren. Sie verschicken Liebesbekundungen, äußern sexuelle Fantasien oder bringen Kinder dazu, ihnen freizügige Selbstporträts zu senden. Und manchen reicht das nicht – sie versuchen sogar, sich mit den Kindern in der realen Welt zu treffen, um sie dort zu missbrauchen.1

Das LKA NRW schlägt zurück

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen hat eine eigene verdeckte Ermittlertruppe ins Rennen geschickt: Als Kinder getarnte Ermittlerinnen und Ermittler sind in genau den Chats, Netzwerken und Gaming-Plattformen unterwegs, auf denen Groomer ihre Opfer suchen. Die Ergebnisse dieser Operation sind eindeutig.1

„Die Zahlen zeigen sehr deutlich: Das ist keine Ausnahme, es ist tatsächlich ein Massenphänomen“, sagt Ingo Wünsch, Direktor des LKA Nordrhein-Westfalen.1 Die Ermittler chatten dabei gleichzeitig mit mehreren Personen – denn die Täter sind zahlreich und sie agieren schnell und dreist.

Aufklärung ist der wichtigste Schutz

Das LKA NRW betont, wie wichtig öffentliche Aufklärung ist.2 Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie alle, die mit Kindern zu tun haben, sind aufgerufen, das Gespräch über Online-Sicherheit zu suchen. Denn der beste Schutz für Kinder beginnt damit, dass sie wissen, was im Netz auf sie zukommen kann – und dass sie Vertrauen haben, darüber zu reden.

  • Sprecht mit euren Kindern offen über ihre Online-Kontakte.
  • Erklärt ihnen, dass sie niemals private Fotos an Fremde schicken sollten.
  • Macht klar: Ein Erwachsener, der online sexuelle Themen anspricht, verhält sich falsch – egal, wie nett er klingt.
  • Bei verdächtigen Kontakten: Sofort Screenshots machen und Anzeige erstatten.

Bleibt wachsam – online wie offline

Operation „Scheinkind“ zeigt: Die Ermittlerinnen und Ermittler des LKA NRW sind aktiv und entschlossen, Cybergoomern das Handwerk zu legen.1 Aber auch wir alle können einen Beitrag leisten – indem wir das Thema nicht totschweigen, sondern aktiv ansprechen. Denn je mehr Kinder wissen, wie Täter vorgehen, desto schwerer haben es diese Täter, ihr nächstes Opfer zu finden.2

Quellen

  1. Operation „Scheinkind“ – Cybergroomern auf der Spur – 24Rhein
  2. Operation „Scheinkind ANTENNE NRW – Die besten Hits aller Zeiten!


Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.