Die Polizei in NRW kann ab sofort Standortdaten bei Notrufen abrufen, um schneller Hilfe zu leisten.
Die Polizeileitstellen in Nordrhein-Westfalen nehmen an einem neuen bundesweiten Pilotbetrieb teil, der die Standortübermittlung bei Notrufen ermöglicht. Diese Maßnahme ist besonders hilfreich für Menschen, die sich in einer Notlage befinden und ihren aktuellen Standort nicht mehr genau benennen können. Wenn ein Notruf eingeht, können die Einsatzkräfte jetzt mit wenigen Klicks die notwendigen Standortdaten abrufen, um schneller zur Hilfe zu kommen.
Ein Beispiel wäre, wenn eine Person Zeugin einer gewalttätigen Auseinandersetzung wird und den Notruf wählt, ohne den genauen Standort zu kennen. In solchen Fällen kann die Polizei durch die automatisierte Standortübermittlung direkt reagieren und die Einsatzkräfte zum richtigen Ort entsenden.
Die Grundlage für dieses Verfahren bildet die Technik der sogenannten „Advanced Mobile Location“ (AML), die in modernen Smartphones integriert ist. Bei einem Notruf werden die Standortdaten des Gerätes automatisch an einen zentralen Speicherort übermittelt. Diese Daten sind für die Polizei bis zu 60 Minuten verfügbar, bevor sie gelöscht werden. Wichtig ist, dass die Standortdaten nur im Rahmen eines Notrufs abgerufen werden können, ohne dass dabei Bewegungsprofile erstellt werden.
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