Randale im Hoeschpark in Dortmund: Polizei kontrolliert Jugendliche und stellt bei einem 18-Jährigen Drogen und ein Wurfmesser sicher.
Samstagnacht, kurz nach 21 Uhr – im Hoeschpark in Dortmund wurde es unruhig. Anwohner meldeten randalierende Jugendliche, und ein Hinweis auf eine mögliche Schusswaffe ließ die Polizei sofort ausrücken. Was die Einsatzkräfte dann erlebten, war ein echter Blaulicht-Abend.1
Als die Beamten die Grünanlage betraten und die Gruppe kontrollierten, ergriff ein junger Mann sofort die Flucht. Nach einer kurzen Verfolgung fanden die Einsatzkräfte ihn in einem Gebüsch. Erst unter Androhung des Distanzelektroimpulsgerätes (DEIG) ließ er sich widerstandslos festnehmen.1
Nach der Festnahme folgte die Durchsuchung – und die hatte es in sich. Bei dem 18-jährigen Dortmunder stellten die Beamten Folgendes sicher:1
Eine Schusswaffe – der ursprüngliche Hinweis – wurde übrigens nicht gefunden.1
Für den jungen Dortmunder wird’s jetzt richtig ernst. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln. Dazu kommt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Waffengesetz, weil er das Wurfmesser griffbereit bei sich trug.1
Und das ist noch nicht alles: Die Polizei hat außerdem die Prüfung eines Messertrageverbotes eingeleitet. Dabei wird individuell geprüft, ob der Tatverdächtige in der Vergangenheit bereits mit vergleichbaren Gewaltdelikten aufgefallen ist und ob er zukünftig mit Messern Straftaten begehen könnte. Ist das Verbot erst einmal rechtskräftig, darf er für zwei Jahre keinen vergleichbaren Gegenstand in der Öffentlichkeit bei sich tragen. Wer dagegen verstößt, zahlt 250 Euro.1
Das Messertrageverbot ist ein relativ neues Instrument, das die Polizei gezielt einsetzen kann, um potenzielle Wiederholungstäter im Blick zu behalten. Es greift nicht automatisch, sondern setzt eine individuelle Gefahrenprognose voraus. Die Polizei schaut dabei ganz konkret auf die Vorgeschichte der Person – und entscheidet dann, ob das Verbot verhängt wird. Bei einem Verstoß werden direkt 250 Euro fällig.1
Der Einsatz im Hoeschpark zeigt, dass die Polizei Dortmund bei Hinweisen auf Randale und bewaffnete Jugendliche konsequent handelt. Auch wenn die gemeldete Schusswaffe nicht auftauchte – Drogen und ein griffbereites Wurfmesser sind schon Grund genug für ernsthafte rechtliche Konsequenzen. Bleibt zu hoffen, dass solche Kontrollen langfristig für mehr Sicherheit in Dortmunds Parks sorgen.1
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