In Hagen-Altenhagen wurde ein Polizist bei einem Widerstandseinsatz verletzt und war danach nicht mehr dienstfähig.
Was eigentlich ein Notruf wegen häuslichem Streit war, entwickelte sich für die Polizei Hagen zu einem richtig gefährlichen Einsatz: Am Donnerstag, dem 27. August, wurde ein Beamter bei einem Widerstand so schwer verletzt, dass er danach nicht mehr dienstfähig war.1
Alles begann, als eine 36-jährige Hagenerin den Notruf wählte. Ihr 43-jähriger Partner hatte in ihrer Wohnung in Altenhagen randaliert und Gegenstände durch die Gegend geworfen – sie flüchtete sich in ein Zimmer und schloss sich ein, weil sie ihn nicht beruhigen konnte.1
Als die Streife ankam, zeigte sich der Mann von Anfang an alles andere als kooperativ. Er beleidigte die Beamten übel – von „Wichser“ über „Hurensohn“ bis hin zu „Arschloch“ war einiges dabei. Dazu behauptete er, die Polizei würde keine richtige Arbeit machen, und drohte offen: „Fasst ihr mich einmal an, dann werdet ihr erleben, was dann passiert.“1
Die Polizisten entschieden sich, den 43-Jährigen ins Polizeigewahrsam zu bringen. Sie fixierten ihn und legten ihm Handschellen an – doch freiwillig mitkommen wollte er trotzdem nicht. Er sperrte sich massiv, richtete sich immer wieder mit voller Kraft auf und bewegte sich so schwungvoll durch das Treppenhaus, dass sich ein Polizist dabei Verletzungen zuzog.1
Selbst im Polizeigewahrsam war noch lange keine Ruhe: Der Mann leistete weiter Widerstand, bevor er sich erst später etwas beruhigte. Ihm wurde eine Blutprobe abgenommen – der Atemalkoholtest hatte zuvor bereits einen Wert von 1,2 Promille ergeben.1
Am Ende kassierte der 43-Jährige eine Strafanzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Der verletzte Polizist konnte seinen Dienst nach dem Einsatz nicht mehr fortsetzen.1
Dieser Vorfall zeigt wieder einmal, wie gefährlich der Alltag für Polizistinnen und Polizisten sein kann – auch bei vermeintlich „normalen“ Einsätzen wegen häuslicher Streitigkeiten. Was als Notruf einer verängstigten Frau beginnt, kann sich innerhalb von Minuten in eine echte Bedrohungslage verwandeln. Wer Einsatzkräfte angreift oder behindert, muss mit einer Strafanzeige rechnen – und das völlig zu Recht.
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