Lkw-Brand auf der B55 bei Lennestadt: Sattelzug mit Altholz in Vollbrand, rund 50 Einsatzkräfte und THW im Einsatz, Straße komplett gesperrt.
Montagmittag war richtig was los zwischen Bonzel und Bonzelerhammer: Gegen 11:13 Uhr wurde die Feuerwehr Lennestadt zu einem brennenden Sattelzug auf der B55 alarmiert.1 Als die ersten Einsatzkräfte ankamen, stand die Fahrerkabine schon komplett in Flammen – und das Feuer hatte sich bereits auf die Ladung ausgebreitet. An Bord: mehrere Tonnen Altholz. Keine gute Kombi, wenn’s ums Löschen geht.1
Die Feuerwehr ging sofort in den Löschangriff über. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz kämpfte zuerst mit einem handgeführten Hohlstrahlrohr gegen die Flammen im Bereich der Fahrerkabine.1 Weil aber so viel brennbares Material im Spiel war, brauchte es richtig viel Wasser. Anfangs liefen zwei Tanklöschfahrzeuge, später konnte die Versorgung über das örtliche Hydrantennetz gesichert werden.1
Das eigentliche Problem war aber die Altholzladung selbst: Dicht gelagertes Holz brennt nicht nur gut, es versteckt auch fiese Glutnester, die von außen kaum zu erreichen sind. Deshalb waren mehrere Trupps unter Atemschutz im Dauereinsatz, um die Ladung abzulöschen und immer wieder zu kontrollieren.1
Damit die Feuerwehr auch an die versteckten Glutnester rankam, wurde das Technische Hilfswerk dazugeholt. Mit einem Bagger wurde eine Schaufel der Altholzladung aus dem Auflieger geholt und der Rest gezielt aufgelockert und bewegt.1 So konnten bislang verdeckte Stellen freigelegt und von den Atemschutztrupps gezielt abgelöscht werden. Eine komplette Entladung war zum Glück nicht nötig.1
Durch die Hitze wurde außerdem der Fahrzeugtank beschädigt. Die Feuerwehr behielt den Bereich die ganze Zeit im Blick und sicherte ihn ab, während vorbereitet wurde, den Diesel später von einem Bergungsunternehmen abpumpen zu lassen.1
Wer unter Atemschutz im Qualm stand, hatte danach jede Menge Ruß, Rauch und Schmutz an der Ausrüstung. Deshalb wurden die betroffenen Trupps im Rahmen der Einsatzstellenhygiene dekontaminiert, Einsatzkleidung und Ausrüstung entsprechend behandelt – damit die schädlichen Rückstände nicht mit nach Hause oder ins Feuerwehrhaus wandern.1
Während der ganzen Lösch-, Kontroll- und Bergungsarbeiten musste die B55 zwischen Bonzel und Bonzelerhammer in beide Richtungen komplett gesperrt werden.1 Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte im Einsatz – neben der Feuerwehr Lennestadt waren auch das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, der Rettungsdienst des Kreises Olpe, das Umweltamt und die Stadtwerke Lennestadt mit dabei.1
Ein Einsatz, der zeigt, wie viel Koordination hinter so einem Lkw-Brand steckt – von der ersten Löschattacke bis zur sauberen Nachbereitung an der Einsatzstelle.
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