Ein Sportwagen raste durch Höxter-Bosseborn und krachte in eine Scheune – der Fahrer hatte seit Jahren keinen Führerschein mehr. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.
Was sich am Montagnachmittag zwischen Höxter und Bosseborn abgespielt hat, klingt fast wie aus einem Actionfilm – war aber bittere Realität. Ein schwarzer Elektro-Sportwagen raste mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die Gegend und krachte am Ende mitten in einem Wohngebiet gegen eine Scheunenwand.1
Schon auf der K18 zwischen Höxter und Bosseborn fiel der Wagen einer Polizeistreife auf. Gegen 15.10 Uhr war der Fahrer mit so hohem Tempo unterwegs, dass er Kurven schnitt und deutlich über die Mittellinie geriet. Dabei wurde sogar der entgegenkommende Streifenwagen gefährdet, der nach rechts ausweichen musste, um eine Kollision zu vermeiden. Der Sportwagen geriet kurz ins Schleudern, fuhr dann aber einfach mit hoher Geschwindigkeit weiter.1
Die Polizei drehte sofort um, verlor den Wagen aber zunächst aus den Augen. Kurz darauf entdeckten die Beamten ihn aus der Ferne wieder: Er raste weiterhin viel zu schnell durch eine Tempo-70-Zone und bog kurz vor dem Ortsschild von Bosseborn abrupt in einen Feldweg ein. Dann brach der Sichtkontakt erneut ab.1
Kurz danach kam es zum Knall: Der 39-jährige Fahrer prallte innerhalb des Wohngebiets von Bosseborn gegen eine Scheunenwand. Der Sportwagen wurde im Frontbereich schwer beschädigt, die Fachwerkscheune so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass ein Statiker die Stabilität des Gebäudes überprüfen musste. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt – der Sachschaden dürfte aber deutlich über 100.000 Euro liegen.1
Bei der anschließenden Kontrolle gab es keine Hinweise auf Alkohol oder Drogen. Dafür kam ein anderes Problem ans Licht: Der Fahrer besitzt seit mehreren Jahren keine gültige Fahrerlaubnis mehr. Jetzt muss er sich wegen verschiedener Vergehen verantworten.1
Damit der genaue Hergang lückenlos geklärt werden kann, sucht das Verkehrskommissariat der Polizei Höxter nach Zeugen, denen der auffällige schwarze Sportwagen bereits vor dem Unfall durch seine riskante Fahrweise aufgefallen ist. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 05271/962-0 entgegen.1
Diese Geschichte zeigt mal wieder: Rasen durch Wohngebiete ist keine Mutprobe, sondern einfach nur brandgefährlich – für einen selbst und für alle anderen. Zum Glück ist hier niemand verletzt worden, aber der Schaden und die Konsequenzen für den Fahrer sind trotzdem happig.
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