In Münster krachte ein 54-jähriger Radfahrer mit 2,2 Promille in einen Pkw. Was bei dem Unfall passierte und warum betrunken Radfahren keine Kleinigkeit ist.
Was für ein Start in die Woche: Am Montagmorgen, dem 24. August 2026, kam es gegen 9:40 Uhr in Münster zu einem Verkehrsunfall an der Kreuzung Amelsbürener Straße/Westfalenstraße – und der hatte es in sich. Ein 54-jähriger Radfahrer war mit satten 2,2 Promille unterwegs. Zum Glück blieb es beim Sachschaden, verletzt wurde niemand.1
Ein 67-jähriger Autofahrer wollte von der Amelsbürener Straße nach rechts auf die Westfalenstraße abbiegen, um auf ein Tankstellengelände zu fahren. Zeitgleich kam der Radfahrer aus Richtung Marktallee auf die Kreuzung zu. Laut Aussage des Autofahrers zeigte die Ampel für ihn Rot an – trotzdem kam es im Kreuzungsbereich zum Zusammenstoß zwischen Rad und Pkw.1
Dass der Unfall glimpflich ausging, ist wirklich Glück gewesen. Bei dem Tempo, das 2,2 Promille im Körper verursachen können, hätte das auch ganz anders ausgehen können.
Als die Polizeibeamten eintrafen und das Gespräch mit dem Radfahrer suchten, fiel ihnen schnell ein deutlicher Alkoholgeruch auf. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht: über 2,2 Promille – und das morgens kurz vor zehn Uhr.1
Der 54-Jährige, der die rumänische Staatsbürgerschaft besitzt, musste eine Sicherheitsleistung zahlen und wurde anschließend zur Polizeiwache gebracht. Dort entnahm ihm ein Arzt eine Blutprobe, um den genauen Alkoholwert gerichtsverwertbar festzustellen.1
Viele denken, Radfahren mit Alkohol sei nicht so schlimm wie betrunken Auto zu fahren. Das ist ein Irrtum! Ab 1,6 Promille gilt auch für Radfahrerinnen und Radfahrer die absolute Fahruntüchtigkeit – und das kann strafrechtliche Konsequenzen haben. Bei 2,2 Promille ist man meilenweit über dieser Grenze. Reaktionsvermögen, Gleichgewicht und Urteilsvermögen sind bei solchen Werten massiv eingeschränkt – auf dem Rad genauso wie im Auto.1
Dieser Unfall in Münster zeigt einmal mehr, wie riskant alkoholisiertes Radfahren ist – für einen selbst und für andere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Dass diesmal niemand verletzt wurde, war pures Glück. Also: Nach der nächsten Feier lieber das Rad absperren und ein Taxi oder den ÖPNV nehmen. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken!
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