Zwei Pflegekräfte sollen in Hellenthal bei einem Ehepaar gestohlen haben – jetzt wurde ein Tatverdächtiger in Rumänien festgenommen und nach NRW überstellt.
Ein Fall, der zeigt: Die Polizei gibt nicht auf – auch nicht, wenn der Weg bis nach Rumänien führt. Die Kriminalpolizei Euskirchen hat nach einem mutmaßlichen Diebstahl in Hellenthal einen dringend Tatverdächtigen mithilfe eines Europäischen Haftbefehls aufspüren und nach Deutschland zurückbringen lassen. Das klingt nach Krimi – ist aber bittere Realität für ein betroffenes Ehepaar aus dem Kreis Euskirchen.1
Zwei ehemalige Pflegekräfte im Alter von 31 und 39 Jahren stehen im Verdacht, aus dem Haushalt eines Ehepaares in Hellenthal diverses Silberbesteck, antike Gegenstände sowie eine Kreditkarte gestohlen zu haben. Die beiden Männer waren mit der dauerhaften Betreuung des Ehepaares beauftragt – und sollen genau dieses Vertrauen ausgenutzt haben. Laut Ermittlungen verließen sie den Haushalt über Nacht, unbemerkt und mit dem Diebesgut im Gepäck.1
Der entstandene Schaden liegt im unteren fünfstelligen Euro-Bereich. Wer also denkt, dass gestohlene Antiquitäten und Silberbesteck kein großes Ding sind – weit gefehlt. Für das betroffene Ehepaar bedeutet das nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen persönlichen Verlust.1
Die Zielfahnder der Kriminalpolizei Euskirchen gaben keine Ruhe. Nachdem die Voraussetzungen für einen Europäischen Haftbefehl vorlagen, wurde der 39-jährige Tatverdächtige international zur Fahndung ausgeschrieben. Vergangene Woche war es dann so weit: Die rumänischen Sicherheitsbehörden schnappten den Mann in Rumänien.1
Anschließend übernahmen die deutschen Zielfahnder den Tatverdächtigen persönlich und führten ihn zurück nach Deutschland. Nach seiner Überstellung wurde er einem Amtsgericht vorgeführt – und sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt. Ein echter Fahndungserfolg, der zeigt, wie gut die europäische Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden funktionieren kann.1
Aber: Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Die Kriminalpolizei Euskirchen ermittelt weiter – sowohl zu den genauen Umständen der Tat als auch zum Verbleib des mutmaßlichen Diebesguts. Sprich: Das gestohlene Silberbesteck und die antiken Gegenstände sind bisher noch nicht alle aufgetaucht.1
Was aus dem zweiten Tatverdächtigen – dem 31-Jährigen – wird, dazu gibt es in der aktuellen Meldung keine neuen Informationen. Die Ermittlungen der Kripo Euskirchen laufen also auf Hochtouren weiter.1
Dieser Fall macht leider deutlich, wie wichtig es ist, auch bei Personen, denen man viel Vertrauen schenkt, wachsam zu bleiben. Gerade wenn Menschen für die Pflege und Betreuung in den eigenen vier Wänden engagiert werden, sollten Angehörige und Betroffene im Zweifel auf offizielle Vermittlungsstellen zurückgreifen und Wertgegenstände gesondert sichern.
Gut zu wissen: Die Polizei NRW ist auch bei solchen Fällen ein verlässlicher Ansprechpartner. Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten gibt es direkt bei der Kreispolizeibehörde Euskirchen.1
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