BVB bietet 42 Mio. Euro für Said El Mala – doch Köln schmunzelt nur. Warum das Angebot eine Mogelpackung ist und was Thomas Kessler dazu sagt.
Transfer-Alarm am Geißbockheim! Borussia Dortmund hat dem 1. FC Köln ein Angebot für Shootingstar Said El Mala auf den Tisch gelegt – und die Kölner reagierten darauf mit einem müden Schmunzeln. Kein Wunder, wenn man sich die Details mal genauer anschaut. Denn das, was der BVB da als „42-Millionen-Euro-Paket“ verpackt hat, ist bei Licht betrachtet eine ziemliche Mogelpackung.2
Auf den ersten Blick klingen „42 Millionen Euro“ ja gar nicht so weit weg von dem, was Köln sich vorstellt. Aber halt – der Teufel steckt im Detail.2 Von diesen 42 Millionen Euro sind nämlich nur 26 Millionen Euro als feste Ablöse geplant. Die restlichen 16 Millionen Euro? Die kommen als Bonuszahlungen oben drauf – wenn überhaupt.1
Acht Millionen davon sollen an leicht erfüllbare Bedingungen geknüpft sein, die anderen acht Millionen an Konditionen, die eher schwer zu erreichen sind. Im schlimmsten Fall landen am Ende also nur 34 Millionen Euro bei den Rheinländern.2 Und das liegt laut Sky „deutlich unter den Kölner Erwartungen“.1 Am Geißbockheim zeigte man sich entsprechend irritiert – von ernsthaften Verhandlungen ist man weit entfernt.
Sportchef Thomas Kessler hatte beim Trainingsauftakt noch betont, dass es zwar das eine oder andere Angebot für El Mala gegeben habe, „aber es hat nicht zum Transfer geführt. Deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass er in dieser Saison für den FC spielen wird.“1 Mit Blick auf das BVB-Angebot dürfte sich daran erstmal nichts ändern – bei diesen Konditionen denkt Köln laut express.de gar nicht daran, El Mala ziehen zu lassen.2
Interessant: Das ist nicht das erste Angebot, das am Geißbockheim landet. Der FC Brentford hatte schon vor einigen Wochen 50 Millionen Euro für den 19-Jährigen geboten – eine Summe, die den Kölner Vorstellungen schon deutlich näherkam. Letztlich war es aber El Mala selbst, der den Wechsel in die Premier League ablehnte.1 Stattdessen kann er sich einen Wechsel zum BVB offenbar durchaus vorstellen. Im Umfeld wird laut express.de schon getuschelt, dass El Mala in wenigen Wochen in Dortmund unter Vertrag stehen könnte.2 Bestätigen oder dementieren will das am Geißbockheim aber niemand.
Der Hintergrund beim BVB ist klar: Karim Adeyemi wechselt zum FC Barcelona.2 Kein Wunder also, dass die Schwarz-Gelben auf der Suche nach frischem Offensiv-Feuer sind und El Mala ins Visier genommen haben. Doch nicht nur Dortmund ist scharf auf den Kölner Youngster. Auch der FC Liverpool wird seit Wochen als Interessent gehandelt – ein konkretes Angebot der Reds ist bisher aber nicht bekannt.1
Die Lage ist klar: El Mala ist heiß begehrt, der 1. FC Köln kennt seinen Wert – und lässt sich nicht mit einer Mogelpackung abspeisen. Ob der BVB sein Angebot noch einmal nachbessert, ist offen.1 Solange die Vorstellungen der beiden Klubs so weit auseinanderliegen, bleibt El Mala aber Kölner. Und am Geißbockheim schmunzelt man weiter – zumindest vorerst.
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