Großes Feuer bei Hürtgenwald: Über 2000 Menschen in Gey sind evakuiert worden. Hier gibt es alle aktuellen Entwicklungen zum Waldbrand.
Ein Waldbrand bei Hürtgenwald im Kreis Düren hält die Region seit dem Ausbruch des Feuers am 14. August 2026 in Atem – und die Lage ist weiterhin alles andere als entspannt. Seit dem Morgen dieses Tages ist die Feuerwehr im Dauereinsatz und spricht von einer „sehr dynamischen Lage“, ein Ende ist noch nicht absehbar. Im Einsatz sind Polizeihubschrauber aus Rheinland-Pfalz, Hessen, der Bundeswehr und der Bundespolizei sowie aus weiteren NRW-Städten – ein Aufgebot, das in NRW schlicht einmalig ist.2 Das Feuer hat sich mittlerweile auf rund 25 Hektar ausgebreitet. Der Landkreis hat einen Krisenstab einberufen und die Situation offiziell als Großschadenslage eingestuft.2
Der Kreis Düren fordert Bewohner mehrerer Stadtteile auf, sich sofort in geschlossene Räume zu begeben. Durch den Brand kommt es zu Rauchniederschlag – gesundheitliche Beeinträchtigungen lassen sich nicht ausschließen.3 Betroffen sind unter anderem Gürzenich, Derichsweiler, Rölsdorf, Birgel, Lendersdorf, Konzendorf, Echtz, Mariaweiler, Merken und Berzbuir.
Auch im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und in Teilen des Kreises Euskirchen gibt es Warnmeldungen wegen Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag.3 Zusätzlich warnt die Stadt Bonn vor entsprechenden Beeinträchtigungen. Als Rauchniederschlag gelten Ascheteilchen oder Ruß, die durch die Luft gewirbelt werden – sichtbar etwa auf Straßen, Balkonen oder Autodächern. Der dringende Rat der Behörden: Fenster und Türen schließen und Lüftungen sowie Klimaanlagen abschalten.3
Die Autobahn GmbH hat die Ausfahrten Düren und Langerwehe auf der A4 gesperrt – sie dienen als Rettungszufahrten für die Einsatzkräfte. Die Auffahrten sind weiterhin befahrbar.2 Besonders knifflig: Im Boden befinden sich Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg – laut Feuerwehr Düren hat es bereits Explosionen gegeben.3 Bitte halte dich von allen Absperrungen fern und respektiere konsequent die eingerichteten Sicherheitszonen.
Die Evakuierung von Hürtgenwald-Gey ist abgeschlossen. Insgesamt wurden mehr als 2.000 Menschen in Sicherheit gebracht – darunter auch die Bewohner eines Pflegeheims.3 Die ursprüngliche Notunterkunft in Hürtgenwald-Straß musste wegen einsetzenden Ascheregenschauers ebenfalls geräumt werden. Die verbliebenen rund 60 Personen wurden daraufhin mit Bussen und Rettungswagen in eine Förderschule nach Düren gebracht.2
Bisher gibt es keine gemeldeten Verletzten.2 Die Brandursache ist noch ungeklärt.3 Feuerwehrsprecher Peter Berndgen macht jedoch deutlich: Der Löscheinsatz könnte noch mehrere Tage andauern. Halte unbedingt die NINA-App aktiviert – Sicherheit geht vor!
Alle weiteren Entwicklungen rund um den Waldbrand bei Hürtgenwald findest du jederzeit aktuell auf antenne.nrw – und natürlich auch on air.1
Stand: 14.08.2026, 15:16 Uhr
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